21.02.2019 04:26 |

Miete statt Kauf

Stadt setzt bei Bibliothek 6 Millionen in den Sand

Die Finanzverwaltung der Stadt Salzburg kann offenbar eines nicht: rechnen! Denn nach einem Prüfauftrag und der Expertise des Kontrollamtes stellt sich heraus: Bei der neuen Stadt-Bibliothek hat der Magistrat Millionen versenkt! Denn man entschied sich für die Variante Miete statt Kauf. Gerechnet auf die 30-Jahre-Vertragsdauer ein Verlust von 6,44 Millionen laut einer externen Prüferin.

Alle Parteien im Salzburger Gemeinderat haben den von Dr. Christoph Ferch (Liste SALZ) initiierten Prüfauftrag zur neuen Stadtbibliothek mitgetragen. Erstes Ergebnis im November 2018: Bei der Brutto-Monatsmiete von 57.000 € plus Bestandszins-Vorauszahlung, buchhalterischem Restwert und Verkehrswert des Gebäudes kam man auf rund vier Millionen, die die Stadt durch die Miete mehr hinblätterte, als hätte sie das Gebäude gleich gekauft.

Die Rechnung stimmt nicht, protestierte damals Stadt-Finanzchef Axel Maurer, doch Kontrollamtschef Max Tischler widersprach ihm: „Wir haben richtig gerechnet.“

Grund für SALZ-Mandatar Christoph Ferch, mit Univ.-Prof. Dr. Claudia Wöhle noch eine weitere externe Prüfering zu betrauen. Ihr Ergebnis: Die Stadt hat durch die Miete nicht vier, sondern 6,44 Millionen € in den Sand gesetzt. Und die Stadt entrichtet an Eigentümer UBM noch bis 2038 Miete. Macht in Summe noch 22,8 Millionen. Ferch: „Eine böse Verschwendung von Steuergeldern.“

Wolfgang Weber
Wolfgang Weber
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