Das sogenannte metabolische Syndrom - eine Kombination aus Übergewicht, Bluthochdruck sowie schlechten Cholesterin- und Blutzuckerwerten - war bei Probanden mit hohem Vitamin-D-Spiegel ebenfalls nur halb so häufig wie bei Studienteilnehmern mit wenig Vitamin D im Blut.
"Gezielte Maßnahmen gegen Vitamin-D-Mangel bei Erwachsenen könnten potenziell die gegenwärtigen Epidemien von Herz- und Stoffwechselkrankheiten bremsen", sagt Studienleiter Oscar Franco von der Universität Warwick. Allerdings müsse zunächst ein ursächlicher Zusammenhang zwischen Vitamin D und dem geringeren Erkrankungsrisiko belegt werden.
Vitamin-D-Unterversorgung in Industriestaaten
Vitamin D ist ein hormonähnlicher Stoff, dem zahlreiche wichtige Funktionen unter anderem für die Knochenbildung sowie bei der Steuerung der Gene und des Immunsystems zugeschrieben werden. Der Körper kann Vitamin D in der Haut selbst herstellen, benötigt dazu aber Sonnenlicht. Der westliche Lebensstil, bei dem wenig unter freiem Himmel stattfindet, begünstigt einen Vitamin-D-Mangel. Neugeborene bekommen routinemäßig Vitamin-D-Gaben, um einer Knochenerweichung vorzubeugen.
Verfechter einer allgemeinen Vitamin-D-Zusatzversorgung sehen die große Mehrheit der Menschen in den Industriestaaten unterversorgt. Sie verweisen unter anderem auf Untersuchungen, die auch auf eine günstige Wirkung gegen verschiedene Krebsarten deuten. Das fettlösliche Vitamin D ist unter anderem in Fisch enthalten, so gelten Lachs, Thunfisch und Makrele als gute Vitamin-D-Quellen.
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