18.02.2019 07:25 |

Rektors-Wahl

Entscheidung an der Universität steht bevor

Hochspannung hinter akademischen Mauern: In den kommenden Tagen werden die Weichen für die Nachfolge von Langzeit-Rektor Heinrich Schmidinger neu gestellt. Der Senat wir einen neuen Dreiervorschlag erstellen müssen, aus dem der Unirat (Aufsichtsrat) dann den neuen Rektor oder die neue Rektorin wählen wird.

Noch nie schlug die Wahl des Leiters der Salzburger Universität so hohe Wellen. Rechtsexperten drängen darauf, dass es nach der Wahl der Kandidatin Brigitte Hütter zur neuen Rektorin der Kunst-Uni in Linz, nun einen neuen Dreiervorschlag in Salzburg geben soll.

Hütter war – wie berichtet – hinter dem Salzburger Arbeitsrechtler Rudolf Mosler vom Senat auf Platz zwei gereiht worden, vor dem deutschen Mediziner Hendrik Lehnert. Nun ist sie aus dem Rennen, was wiederum Sonja Hammerschmid eine neue Chance bringt. Denn sie war von der Findungskommission zuerst auf Platz eins gereiht, aber nach dem Hearing im Senat durch Hütter verdrängt worden. Unirats-Vorsitzender Georg Lienbacher will nach eigenen Aussagen diskutieren, ob nun ein neuer Dreiervorschlag notwendig ist.

Für Experten ist die Rechtslage eindeutig

Für den Salzburger Anwalt und Vorsitzenden des Mozarteums-Unirates, Karl Ludwig Vavrovsky, kann die Antwort nur „Ja“ heißen. Bettina Perthold-Stoitzner, Professorin für Staats- und Verwaltungsrecht in Wien, schreibt in einem Kommentar zum Universitätsgesetz klar und deutlich: Ein Vorschlag mit weniger als drei Kandidaten schränke den Entscheidungsspielraum des Universitätsrates ein.

Gleichzeitig gilt: An den Unis müssen in allen Gremien und Wahlvorschlägen auch Frauen vertreten sein, was nach dem Ausscheiden von Hütter nicht mehr gegeben ist. Ohne Frau im Rennen wäre das Verfahren anfechtbar, zumal Ex-Ministerin Sonja Hammerschmid alle Kriterien der Ausschreibung vom vergangenen Sommer erfüllt.

Indes melden sich bei der „Krone“ immer mehr Vertreter aus verschiedenen Fachbereichen, die das bisherige Auswahlverfahren scharf kritisieren. Tenor: Es gehe einzig darum, Mosler auf den Rektors-Posten zu hieven.

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger

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