15.02.2019 10:12 |

Tanzfest in der Szene:

Schräge Vögel mit Galgenhumor

Bodhi Project surft mit tänzerischer Leichtigkeit zwischen Realität und Fiction. Heute (19 Uhr) folgt die zweite Premiere

Neue Formen des zeitgenössischen Tanzes verspricht das „New Faces New Dances“-Festival von SEAD. Mittwoch bei der Premiere in der Szene bediente sich das Ensemble des Salzburger Tanzzentrums aber auch gegenwärtigen Themen. Das Tanztheater „All i know i am not thinking“ von Francesco Scavetta spielte mit Realität und Fiction, und hielt uns so mit einer Portion Galgenhumor gnadenlos den Spiegel vor.

Die sechs Tänzer des Bodhi Projects irrten zunächst etwas verloren über die Bühne. Plötzlich tauchte ein Fremder auf, und wurde von der Community sofort als Freund gelikt. Ihm blieb kurz Zeit sich selbst zu inszenieren, die wahre Geschichte jedes einzelnen – egal ob er ein Gelbwestenanhänger in Frankreich ist, oder selbst nicht genau weiß, ob er auf Männlein oder Weiblein steht – interessierte aber letztlich keinen.

Klar, so übernehmen es doch ohnehin permanent mediale Kanäle – auch diesen Part inszenierten die Studenten mit tänzerischer Leichtigkeit – uns mit dem wirklich wichtigen News, wie Brexit, Klimawandel, oder gar Trumps Grenzmauer zu berieseln. Ob alles so der Wahrheit entspricht, vergessen wir allerdings alle zu überprüfen...

Weitaus rosigere Aussichten verspricht die zweite Produktion: „In ,Goddesses, farewell’ von Emilisa Schilleman und Rotem Weissman dreht sich alles um Träume und Hoffnung. Gemeinsam mit Mengxi Chen und Omer Keinan wirbeln sie im Catsuit und Vogelkostüm übers Parkett und nehmen das Publikum mit auf einen humorvollen aber auch romantischen Trip“, machte die SEAD-Direktorin Susan Quinn die Performance heute, Freitag um 19.00 in der Szene schmackhaft.

Tina Laske
Tina Laske
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