14.02.2019 15:06 |

Nach der Renovierung

Warum sich der Salzburger Landtag um 90 Grad dreht

Die Sanierung des Chiemseehofes, Sitz der Salzburger Landesregierung und des Landtages, um rund 6,9 Millionen Euro nähert sich der Zielgeraden (siehe Erster Einblick in den neuen Chiemseehof). Nach fast zweijähriger Bauzeit finden am 20. Februar die ersten Sitzungen im renovierten Landtagssitzungssaal statt. Den Politikern präsentiert sich ein ungewohntes Bild: Die Sitzordnung wurde zwecks besserer Sicht und Live-Übertragung um 90 Grad gedreht.

Derzeit werden die letzten Umzugskartons ausgepackt und die Computer hochgefahren. Handwerker und Elektrotechniker kämpfen sich noch durch den neun Kilometer langen „Kabelsalat“ im Landtagssitzungssaal. Der Prunkraum wird künftig für die Ausschussberatungen und die Plenarsitzungen gleichermaßen genutzt, wie das Landes-Medienzentrum am Donnerstag informierte.

Die neue Sitzordnung soll offenbar Gleichberechtigung schaffen, was die Sicht betrifft. „Wir haben Sitzproben abgehalten. Jeder sieht nun jeden bei den Debatten, das war uns unter anderem sehr wichtig“, betonte Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf (ÖVP).

Der denkmalgeschützte Gebäudekomplex ist nun barrierefrei zugänglich. Es wurden zwei neue Lifte eingebaut. Hörbeeinträchtigte Menschen können zudem das Audiosignal des Sitzungssaales direkt mit ihren Hörgeräten empfangen. Die Büros der Landtagklubs von ÖVP, SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS wurden ebenfalls renoviert. Nach Abzug der Baucontainer und Firmenfahrzeuge ist der Innenhof auch autofrei, hieß es. Der Umzug soll Ende Mai 2019 abgeschlossen sein.

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