12.02.2019 11:26 |

Helfen ist Pflicht!

Fünf Tipps für Erste Hilfe auf unseren Skipisten

Ferienzeit und perfekter Schnee. Das lockt viele Tiroler auf die Pisten. Aber wie reagieren, wenn plötzlich ein verletzter Skifahrer vor einem liegt? Eines ist klar: Es ist Pflicht, Erste Hilfe zu leisten. Um im Fall des Falles die richtigen Schritte zu setzen, hat das Rote Kreuz die fünf wichtigsten Tipps zusammengestellt. 

Ein Verletzter im Schnee? Das Wichtigste für Ersthelfer ist, schnell zu reagieren. Per Gesetz ist jeder verpflichtet, „in zumutbarem Ausmaß“ Erste Hilfe zu leisten. Hier die fünf wichtigsten Tipps:

Unfallstelle absichern: Um Folgeunfälle zu vermeiden, sollte die Unfallstelle abgesichert werden. Je nach Gelände in ausreichender Entfernung oberhalb der Unfallstelle Skier und Stöcke über Kreuz in den Schnee stecken, dadurch werden andere gewarnt.

Ist der Verletzte bei Bewusstsein? Ist die Unfallstelle abgesichert, ist es Zeit, sich dem Verunfallten zuzuwenden. Zunächst sollte durch lautes Ansprechen und durch sanftes Schütteln an den Schultern herausgefunden werden, ob dieser bei Bewusstsein ist und reagiert. Ganz wichtig: Wenn der Wintersportler nicht ansprechbar ist, muss der Ersthelfer den Skihelm abnehmen. Wenn die Person ansprechbar ist, sollte der Ersthelfer bei der Abnahme nur ein wenig helfen.

Hilfe rufen: Reagiert der Verletzte nicht, unbedingt laut um Hilfe rufen und auf sich aufmerksam machen, damit jemand den Notruf (144 Rettung oder 140 Bergrettung) absetzt. Sollte kein Handyempfang sein: Gerät aus- und wieder einschalten und den Notruf 112 (Euronotruf) absetzen.

Erste Hilfe leisten: Zu Beginn die Atmung kontrollieren, jedoch nicht länger als zehn Sekunden. Wenn keine oder keine normale Atmung festgestellt werden kann, sofort mit der Wiederbelebung beginnen!

Und so geht’s: Für die Herzdruckmassage den Oberkörper des Verunfallten freimachen, seitlich hinknien und den Handballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbes auflegen. Mit gestreckten Armen schnell und kräftig mit beiden Händen auf die Mitte des Brustkorbs drücken. So lange, bis der Verunfallte wieder aufwacht, wieder normal atmet oder der Rettungsdienst eintrifft. Wer die Technik der Beatmung beherrscht: Nach 30 Herzdruckmassagen die Atemluft zweimal in den Mund des Reglosen blasen. Wenn der Verunfallte normal atmet, in die stabile Seitenlage bringen. Wenn er ansprechbar ist, sollten rasch die Verletzungen versorgt werden, starke Blutungen etwa mittels festem Druck stillen. „Viele Skiunfälle betreffen das Knie“, erläutert Unfall-Mediziner Fabian Gerber von der Unfallchirurgischen Kassenpraxis im Medicent Innsbruck (siehe Interview).

Wärme erhalten: Den Verunfallten gut zudecken, damit er vor Erfrierungen oder Unterkühlungen geschützt ist. Besonders gefährdet sind: Zehen, Finger, Wangen, Nasen und Ohren. Danach beim Verunfallten auf die Rettung warten.

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