12.02.2019 06:00 |

Einweisung

Bankräuber (42) wollte „Kugel in den Kopf“

Dieser Sommertag löst bei den drei Bankmitarbeitern noch heute beklemmende Gefühle aus: Ein Mann mit einem Messer stand plötzlich in der Innsbrucker Filiale, fesselte sie und faselte etwas von einer angeblichen HIV-Infizierung. Dann wollte er von der Polizei erschossen werden. Jetzt wird er in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher eingewiesen.

Nach mehrmonatiger Behandlung mit Medikamenten wirkte der Betroffene (42) jetzt im Gericht erstaunlich normal. Das war am 13. August 2018 ganz anders: Im schizophrenen Wahn glaubte der Tiroler trotz gegenteiliger klinischer Befunde, er sei an HIV erkrankt. Dies und einiges an Alkohol hatten zur Tat geführt. Mit einem Küchenmesser tauchte er in der Sparkassenfiliale auf und fesselte drei Bankmitarbeiter mit mitgebrachten Abschleppseilen. Weitere zwei Anwesende sperrte er im Kundenraum ein.

Bankangestellte: „Hatte Angst, dass er uns anstecken will“
„Ich hatte ständig Angst, dass er uns mit HIV anstecken will“, sagt eine Bankangestellte als Zeugin. Denn während dieser dramatischen Minuten hatte der 42-Jährige seine HIV-Ansteckung thematisiert - und dass er sich nun von der herbei eilenden Polizei erschießen lassen wolle.

Auf Zureden eines Verhandlungsführers der Polizei sperrte er dann die Eingangstür auf und wurde blitzschnell überwältigt. Der Gutachter gestand dem Betroffenen zu, dass er auch künftig eher sich selbst als andere gefährden würde. Trotzdem erging die rechtskräftige Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher.

Kronen Zeitung/krone.at

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