11.02.2019 12:34 |

Messerstecherei

Anklage wegen Mordversuchs

Neun Monate nach einer folgenschweren Messer-Attacke in Salzburg-Schallmoos hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordversuchs gegen zwei Syrer (20, 22) erhoben. Das Opfer überlebte damals nur dank einer Not-Operation. Das Motiv sollen Drogenschulden gewesen sein – konkret 375 Euro für Kokain.

Die Bluttat passierte am 18. Mai 2018 in der Salzburger Bayerhamerstraße, gegen 8 Uhr früh. Wegen vermeintlicher Drogenschulden organisierte der nun angeklagte 22-Jährige ein Treffen mit einem Landsmann (32), offenbar ein Kokain-Kunde. Zu seinem Eigenschutz nahm er sich einen Freund (20) mit, dem er laut Anklage auch ein Küchenmesser mit gab.

Mitten auf der Straße kam es zum Streit, wilden Worten folgten Handgreiflichkeiten. Laut den Ausführungen von Staatsanwalt Robert Holzleitner griff daraufhin der 20-Jährige ein, nahm das Messer, das er offensichtlich unter seinem Pullover versteckt hatte, und rammte es dem 32-Jährigen in den Bauch.

„Dabei nahm er in Kauf, dass das Opfer tödliche Verletzungen erleiden könnte“, begründet Marcus Neher, Sprecher der Staatsanwaltschaft, die noch nicht rechtskräftige Anklageschrift wegen Mordversuchs. Dem 22-Jährigen wird hingegen Beihilfe zum Mordversuch vorgeworfen. Er soll seinen Kompagnon zu der Tat ermuntert haben. Die beiden Angeklagten müssen sich nun vor ein Schwurgericht verantworten, ein Prozess-Termin steht noch nicht fest. Das Opfer erlitt eine schwere Bauchverletzung, konnte trotz blutender Wunde noch selbst die Rettung alarmieren und überlebte nur dank einer Not-Operation.

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