Wichtige Wählergruppe

Die Salzburger Politik kommt auf den Hund

Senioren, Öffi-Fahrer, EU-Bürger und Zuwanderer standen im Vorfeld des 10. März bereits im Zentrum der Salzburger Stadtpolitiker. Nun haben SPÖ und Neos eine neue große Wählergruppe für sich entdeckt: die Hundehalter. Die Pinken fordern sogar einen städtischen Hundebeauftragten.

„In Deutschland gibt es in einigen Städten Hundebeauftragte. Salzburg könnte mit gutem Beispiel vorangehen“, so Neos-Stadtrat Lukas Rößlhuber. Derzeit ist das Ordnungsamt der Stadt dafür zuständig, dass Leinen- und Maulkorbpflicht eingehalten worden. Im Vorjahr gab es 18 Schwerpunktkontrollen. Anstelle dieser Kontrollen wollen die Neos, dass ein Hundebeauftragter etwa Gackerl-Sackerl-Sünder anspricht. Er könnte auch Halter von Problemhunden erkennen, bevor etwas passiert, und zwischen Hundefreunden und Spaziergängern vermitteln.

Finanzieren will Rößlhuber den Posten über die Hundesteuer, die der Stadt jährlich 300.000 € einbringt. Unabhängig von den Neos macht sich SPÖ-Kandidatin Nicole Solarz für ein besseres Miteinander von Hund und Menschen stark. Die Mutter zweier kleiner Kinder verspürt oft am eigenen Leib, was undisziplinierte Hundehalter anrichten können. Sie fordert mehr Kontrollen der Leinenpflicht, bei denen es um die Aufklärung gehen solle.

Daten und Fakten:

  • 4500 Hunde sind in Salzburg registriert, weitere 3000 dürften „illegal“ gehalten werden.
  • Etwa 15.000 Stadt-Salzburger leben mit einem oder mehreren Hunden.
  • Die Hundesteuer bringt jährlich 300.000 Euro.
  • 2018 gab es 18 Leinen- und Maulkorb-Kontrollen. Es gab 77 Verstöße, in 28 Fällen wurden gestraft – es wurden 4321 Euro Bußgeld verhängt.

Wolfgang Fürweger, Kronen Zeitung

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