Do, 23. Mai 2019
10.02.2019 21:00

In Hintermuhr

Lawine verschüttete Straße

Zum dritten Mal in nur vier Wochen ist der Muhrer Ortsteil Jedl von der Außenwelt abgeschnitten. Eine große Lawine donnerte am Sonntagvormittag ins Tal, verlegte die Gemeindestraße und einen Güterweg. Das Aufräumen ist momentan zu gefährlich.

Lautes Rauschen und das knacken der Äste, die unter dem enormen Druck der Schneemassen abknickten, waren am Sonntag in Muhr minutenlang zu hören. Am Vormittag löste sich die riesige Lawine im Ortsteil Jedl und bahnte sich ihren Weg über das steile Gelände in Richtung Tal. Direkt auf die Gemeindestraße zu, die zum Teil Meterhoch wurde verlegt, auch ein Güterweg verschwand unter dem Weiß.

25 Häuser sind von der Außenwelt abgeschnitten und werden es vorerst auch bleiben. Denn für Bürgermeister Sepp Kandler ist eines klar: „Ich schicke da jetzt niemanden rein, um den Weg freizuräumen.“ Es wäre viel zu gefährlich, die Lawinengefahr ist weiterhin extrem hoch.

Experten schätzten Lage aus der Luft aus ein
Mitglieder der Bezirkshauptmannschaft, der Lawinenwarnkommission, der Bürgermeister und Polizisten sahen sich noch am Sonntag die Situation von oben, von einem Helikopter des Innenministeriums aus, an. Schnell war so klar: „Es sind noch immer Gleitschneelawinen dort oben“, schilderte der Lungauer Katastrophenschutzreferent Philipp Santner nach dem Erkundungsflug.

Ob und wann die Räumarbeiten beginnen können, wird sich weisen. Montag früh um acht Uhr wollen die Experten noch einmal zusammenkommen und besprechen wie es weitergeht. „Es wird wohl vom Wetter abhängen, aber auch davon ob noch weitere Lawinen herunterkommen“, meint Kandler.

Die Eingeschlossenen sind gut vorbereitet
Das Wichtigste für alle ist aber einmal mehr, dass keine Personen zu Schaden gekommen sind. Allen Eingeschlossenen geht es gut. Der Ortschef hat zum Teil selbst mit den Betroffenen telefoniert, andere gaben bei Verwandten Entwarnung. Letztlich sind sie es mittlerweile auch gewohnt, dass ihre Straße gesperrt wird und dementsprechend sind sie vorbereitet.

Generell gilt weiter Vorsicht in den Bergen
Zuletzt kam es an derselben Stelle vergangenen Sonntag gegen fünf Uhr früh zu einem Schneebrettabgang. Die Zufahrt zu zwei Häusern wurde verschüttet. Sie konnte zwar gleich freigeräumt werden, die Straßen wurden aber erst freigegeben, als keine Lawinengefahr mehr bestand.

Generell ist weiterhin Vorsicht in den Salzburger Bergen geboten. Es herrscht momentan fast überall erhebliche Gefahr. Das heißt, Schneebretter können sich derzeit schon bei geringer Belastung lösen.

Iris Wind
Iris Wind

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