11.02.2019 00:01 |

Im Para Ski-Sport top:

Vor der WM hat Schwertl Gesamtweltcup im Visier

Bei der Heim-WM 2017 in St. Johann war HSV Red Bull-Topathletin Magdalena Schwertl mit zwei Goldmedaillen die große Gewinnerin. Diesen Erfolg will die Thalgauerin heuer in Tschechien wiederholen, davor noch in Bad Leonfelden den Gesamtweltcup im Para Ski einsacken. Nach dem Sieg im ersten Bewerb in der Schweiz war die 32-jährige Sportwissenschafterin am vergangenen Wochenende auch in Italien nicht zu schlagen. 

Die Heim-WM 2017 in St. Johann war die große Sternstunde für die Thalgauer Para Ski-Topathletin: Gold im Team mit Salzburgs Grand Dame Marina Kücher, Gold im Einzel mit neuem Weltrekord. Mit 15 Punkten verbesserte sie ihre „alte“ Bestmarke von 2015 gleich um 23 Punkte bzw. Zentimeter Gesamtabweichung vom Zielpunkt nach sechs Sprüngen.

Eine gewaltige Leistung, wenn man bedenkt, dass die Zielmarke nur nur zwei Zentimeter misst. Doch in dem Sport ist nicht nur Präzision am Schirm in der Luft, sondern auch die schnellste Linie in zwei RTL-Durchgängen auf der Skipiste gefragt. Nur der Sieger schreibt da null - jede Sekunde Rückstand wird mit drei Zentimetern (und Punkten) bestraft.

2009 bei ihrer ersten WM holte Schwertl Junioren-Bronze, verpasste Silber nur um einen Zentimeter. Der Sieg bei der Mondial in Dubai ’12, wo Para Ski als Demonstrationsbewerb geführt wurde, war das erste Highlight ihrer Karriere. „Springen in den heißen Wüstensand, dann in den Flip Flops in die Skihalle und im Rennanzug vier Durchgänge. Das war ein komisches Gefühl“, erinnert sich die 32-Jährige. Die drei Jahre später an ihrem ersten WM-Gold knabberte. „Aber da hab ich beim Finalsprung herumexperimentiert, eine haushohe Führung verhaut.“ Am Ende blieb Bronze. Lehre daraus: „Den Fokus behalten, den Ablauf nicht verändern.“ Das wurde 2017 mit Doppel-Gold belohnt. Und soll in Vrchlabi (Tch) in zwei Wochen wieder das Erfolgsrezept sein.

Auf Kurs Gesamtweltcup-Sieg

Die Siege im Weltcup bestätigen Schwertls aktuelle Traumform. Beim ersten in der Schweiz wetzte sie die Scharte mit Platz drei nach dem Springen auf den Skiern aus, Samstag in Italien gewann sie zum zweiten Mal - wieder vor HSV Red Bull-Kollegin Julia Schosser, die diesmal bei der WM ihre Teampartnerin sein wird. Noch eine Podest-Punktlandung am kommenden Wochenende in Bad Leonfelden - und die Salzburgerin hat den Gesamtweltcup in der Tasche. Eine Ansage für die Weltmeisterschaft!

Weltcup in Ponte di Legno (It):

Einzel, Damen: 1. Magdalena Schwertl, 2. Julia Schosser; Junioren: 1. Manuel Sulzbacher, 4. Sebastian Graser; Herren: 3. Anton Gruber, 7. Sulzbacher; Masters: 3. Gruber. - Team: 1. HSV Red Bull (Schwertl, Sulzbacher, Graser, Gruber).

Harald Hondl
Harald Hondl
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