08.02.2019 15:41 |

Aufklärung wichtig

Masern: Durchimpfungsrate regional unterschiedlich

Große regionale Unterschiede zeigen sich bei der Durchimpfungsrate gegen die Masern im Bundesland Salzburg. So sind etwa in großen Teilen des Tennen- und des Lungaus weniger als 70 Prozent der Kindergartenkinder geimpft, in Gebieten des Pongaus sind dagegen nahezu 100 Prozent der Kleinen geschützt.

Eine Impfquote von 95 Prozent der Bevölkerung wäre laut Experten notwendig, um die Masern auszurotten. „In den vergangenen Jahren war dieser Wert in Salzburger aber deutlich niedriger“, betont Landeshauptmann-Stellvertreter Christian Stöckl. Er setzt auf Aufklärung und Information.

Bei der Auswertung der statistischen Daten hat sich gezeigt, dass es regional sehr große Unterschiede bei der Impfrate gibt. Zwar sind beispielsweise die Kinder des Geburtenjahrgangs 2015 im Schnitt zu 80 Prozent gegen Masern, Mumps und Röteln geschützt. Im Tennengau liegt die Durchimpfungsquote in vielen Gemeinden aber nur bei 61,2 Prozent, im Lungau ist die Quote nicht viel höher.Im Pongau sind dagegen sogar etwas mehr als 85 Prozent der Kinder geschützt. Die starken regionalen Schwankungen kann man sich im Büro von Christian Stöckl nicht erklären. „Wir können nur mutmaßen, dass es in einigen Gegenden besonders viele Impfgegner gibt.“ Diese sollen dann wieder andere von ihrer Meinung, dass der Nadelstich auch gefährliche Nebenwirkungen hat überzeugen. In der Landessanitätsdirektion heißt es, dass sei Unsinn. Es gebe nur harmloseNebenwirkungen. Keine einzige Studie beweise, dass Impfen schädlich sei.

Die Inkubationszeit bei Masern beträgt acht bis zehn Tage. Dann kommen die ersten Symptome: Fiber, Bindehautentzündung, Schnupfen. Nach 14 Tagen folgt der typische Hautausschlag. Im Extremfall kann dieser auch erst nach 21 Tagen auftreten. Deswegen wollte man auf jeden Fall drei Wochen das Bett hüten, nicht in den Kindergarten, zur Schule und nicht in die Arbeit gehen.

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