Hohe Zeitguthaben:

Schwere „Stunden-Rucksäcke“ in den Krankenhäusern

Hoch angehäufte Zeitguthaben der Mitarbeiter sind ein Symptom des Personalmangels in Oberösterreichs Spitälern, wie die Betriebsratschefin im Gespag-Haus Freistadt exemplarisch aufgezeigt hat. Dieses Spital war 2016, 2017 und teils 2018 Spitzenreiter beim „Stunden-Rucksack“ - und andere nicht weit weg.

Gespag-weit standen die Urlaubs- und Zeitausgleichsguthaben 2016 je Beschäftigtem bei 194 Stunden, 2017 waren es 198 und 2018, mit Stand September, 206. Eine neuere Zahl gibt es nicht, wohl aber vom bisherigen Spitzenreiter Freistadt, wo die Zeitreihe mit Stand September 251-252-244 lautet. Für die „Krone“ hat die Gespag ausnahmsweise schon die Jahresendbilanz parat, da seien es dann 202 Stunden.

Gespag rechnet mit weiteren Rückgängen
Das ist quer über alle Beschäftigten gerechnet, sagt also noch wenig über die tatsächliche Milderung der Überlastungen in der Pflege aus. „Wir rechnen aber mit weiteren Rückgängen, da im Jänner 2019neun diplomierte Pflegekräfte aufgenommen wurden, davon (rechnerische) 5,6 zusätzliche Stellen“. heißt es aus der Gespag.

Überblick über andere Gespag-Spitäler
Am wenigsten schwer, aber zunehmend,waren die Stunden-Rucksäcke bisher im Salzkammergutklinikum, mit 2016: 169, 2017: 177 und 09/2018: 187. Konstant steigen die Guthaben auch in Steyr mit 204-212-222 Stunden. In den anderen Gespag-Häusern mischen sich „Abs und Aufs“.

Aufschlüsselung nach Berufsgruppen
Spitzenreiter nach Berufsgruppen sind (wieder 2016, 2017 und 09/2018) der Medizinisch-technische Dienst (227-233-238), die Hebammen (197-243-237) und die Diplompflege (200-207-227). Vor allem bei den Hebammen haben Gewerkschaften, SPÖ und Grüne auf die prekäre Lage hingewiesen. Aber vielleicht war’s Ende 2018 ja besser.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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