08.02.2019 07:00 |

Neue EP und Livedates

Eine neue Gnackwatschn für alle Ska-Punk-Fans

Das steirische Ska-Punk-Sextett meldet sich wieder mit neuen Songs zurück. Auf der EP „Die Wöt wird si weiterdrahn“ vermengen Robert Steinberger und Co. wieder geschickt Lokalkolorit und Humor mit Humanismus und Zwischenmenschlichem. Als Gast konnten die Murtaler dieses Mal sogar Superstar Paul Pizzera gewinnen. In Kürze geht es mit den neuen Songs auf große Tour.

Wer vor einigen Jahrzehnten eine Gnackwatschn kassierte, der war meist in der hintersten Bank der Schulklasse anzutreffen und hatte bis zu ebenjener den Schalk im Nacken. Nachdem körperliche Zucht in Weiterbildungseinrichtungen längst nicht mehr Usus ist, wird die Gnackwatschn heute lieber verbal oder auditiv verpasst. Seit einigen Jahren sind dafür in erster Linie ein paar dialektliebende Murtaler mit einem Hang zu Ska, Punk und politischer Note verantwortlich. Die Bläser sind dem Sextett dabei genauso wichtig wie die Stromgitarre. Oder in anderen Worten gesagt: es handelt sich um Volksmusik für die junge Generation, ganz ohne Karl-Valentin-Ordens-Mief.

Pizzera als Unterstützung
Nach dem durchaus erfolgreichen Album „Im Talon“ haben sich Gnackwatschn nicht zurückgezogen, sondern in Ruhe und mit viel Freude an der Arbeit an neuen Songs geschraubt. Das Ergebnis ist eine EP mit dem Namen „Die Wöt wird si weiterdrahn“ und ab heute erhältlich. Der Titel steht programmatisch für Toleranz, Inklusion und Miteinander in einer Zeit, in der die Zwischenmenschlichkeit unentwegt zu bröckeln scheint. Einfach weitermachen, auch wenn nicht immer alles okay ist. Die Texte nicht nur mit Humor und Lokalkolorit zu würzen, sondern sich auch klar zu positionieren war Gnackwatschn schon seit jeher ein Anliegen. Auf dem Titelsong hat man mit Paul Pizzera sogar einen berühmten Mitstreiter dafür gefunden. Dieser war schon einmal in einem Videoclip der Steirer zu sehen und hat dieses Mal auch kurzerhand für einen Gastbeitrag zugesagt.

Nummern wie „Die Lieda, de uns trogn“ oder „Die Zeit rennt“ reflektieren die Tücken und Probleme des Alltags mit Uptempo-Beats und einem durchwegs stimmungsfördernden Partysound. Die Mundart bleibt bei Gnackwatschn unerlässlich wichtig, denn Frontmann Robert Steinberger und Co. sind größtmögliche Authentizität ein wichtiges Anliegen. Für die Nummer „Jetzt hobts mi soweit“ haben sich die Murtaler sogar stundenlang in die Maske begeben, um sich selbst ins Pensionsalter zu transferieren. Augenzwinkern und Doppeldeutigkeit sind seit jeher essenzielle Komponenten im Kreativkosmos von Gnackwatschn. Auch für die EP waren sie wieder sichtlich bemüht, inhaltliche Tiefe und bloßen Humor möglichst gleichberechtigt gegenüberzustellen.

Zahlreiche Live-Dates
Gestählt von unzähligen Liveauftritten im In- und Ausland scheinen sich Gnackwatschen mittlerweile mühelos in ihrem ganz eigenen Soundkosmos bewegen zu können. Souverän und routiniert sind die einzelnen Kompositionen gelungen, ohne dabei dieses Quäntchen unschuldiger Naivität der Anfangstage zu verlieren. Ohrwürmer mit Botschaft gibt es derzeit ohnehin zu wenige - da schadet es nicht, wenn eine Band „g‘scherter Steirer“ sich um das Wohl der Menschen zu kümmern versucht. Live zu sehen sind Gnackwatschn am 8. März im Wiener WUK, am 9. März im Gewölbekeller Judenburg, am 13. März im Grazer ppc, am 16. März im Warehouse St. Pölten, am 6. Juli beim Stadtfest in Saalfelden, am 13. Juli am Fohnsdorfer Hauptplatz und 9. August beim Picture On Festival im burgenländischen Bildein. Weitere Infos und Karten unter www.gnackwatschn.at.

Robert Fröwein
Robert Fröwein
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