Heftige SPÖ-Kritik:

„Die Reaktion des Gespag-Vorstandes ist ein Hohn!“

„In den Gespag-Spitälern wird seit Jahren struktureller Mangel gepflegt“, sieht SP-Gesundheitssprecher Peter Binder in den Pflegepersonalnöten am Landeskrankenhaus Freistadt keinen Einzelfall. Für Landtags-Parteikollegen Michael Lindner ist die Reaktion des Gespag-Vorstandes ein „Hohn“.

„Die Forderung des Betriebsrates im Freistädter Spital nach mehr Pflegepersonal gärt seit dem Herbst“, bestätigt Lindner, der Freistädter SPÖ-Bezirksvorsitzender ist: „Meines Wissens fehlten im Oktober 20 Vollzeit-Pflegekräfte. Da sind drei Pflegekräfte in den Jahren 2010 bis 2018 als Argument des Vorstandes ein Hohn gegenüber den Pflegekräften.“ Andererseits sagt der Vorstand der Gespag auch: „Im Jänner 2019 wurden weitere neun diplomierte Pflegekräfte aufgenommen, von denen lediglich 3,4 Stellen zur Nachbesetzung dienten, 5,6 wurden als zusätzliche Beschäftigte angestellt.“ Lindner weiß das vermutlich noch nicht.

Weitere Zahlen zur Lage
Zahlen über die Lage in Freistadt hat auch SPÖ-Gesundheitssprecher Peter Binder: „Bei den Stundenguthaben je Beschäftigter liegt das Krankenhaus Freistadt im Dreijahresvergleich stets unangefochten an der Spitze. 2016 waren es 251, 2017 252 und 2018 244. Diese Zahlen liegen weit über dem Durchschnitt der Gespag-Häuser. Das Einzige, das im Verteidigungsschreiben der Vorstandsdirektoren Lehner-Schöffl der Wahrheit entspricht, ist, dass im vergangenen Jahr Zeitguthaben abgebaut wurden und geringfügig Personal dazugekommen ist.“

„Mediation reicht nicht“
Auch Binder kennt offenbar den 2019er-Schub noch nicht. Sein Fazit: „Mediation, also die Vermittlung durch ÖVP-Landesrätin Christine Haberlander, zwischen Betriebsratschefin und Gespag-Vorstand, wird also nicht reichen. Es braucht endlich den Willen und eine Strategie zur Behebung des strukturellen Pflegepersonalmangels.“

Werner Pöchinger
Werner Pöchinger

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