Pilotprojekt in OÖ:

Pflegeausbildung kommt in Landwirtschaftsschulen

Junge Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen, ist angesichts des zunehmenden Bedarfs Anliegen von LH Thomas Stelzer und Landesrat Max Hiegelsberger, beide ÖVP. Sie starten daher nun ein österreichweit neues Pilotprojekt: Oberösterreich öffnet die landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen für Pflegeausbildungen.

Ab 2020 soll es in den dreijährigen LWBFS, so die Kurzbezeichnung für diese Schulen, möglich sein, einen Abschluss als „Heimhelfer und -in“ zu erlangen. Darüber hinaus wird schon ab 2019/20 ein viertes Ausbildungsjahr geschaffen, um als „Fach-Sozialbetreuer und -in“ mit dem Schwerpunkt Altenarbeit (FSB-A) abschließen zu können.

Chancen in die Regionen bringen
„Wir wollen bei der Pflegeausbildung alle Möglichkeiten ausschöpfen und neue Wege gehen“, bekräftigt LH Stelzer: „Mit dem Modell können wir für junge Menschen eine Brücke in die Pflege bauen und Chancen in die Regionen bringen.“

Umgang mit Menschen auch im Alter gewohnt
Hiegelsberger erläutert: „Viele unserer Schülerinnen und Schüler kommen von bäuerlichen Familienbetrieben, sind von daher auch den Umgang mit Menschen verschiedenen Alters gewohnt. Daher macht das Zusatzangebot einer Pflegeausbildung in den LWBFS Sinn und kann schnell dazu beitragen, die befürchtete Versorgungslücke in der Pflege zu verkleinern.“

Etwa 3000 Schülerinnen und Schüler
Derzeit befinden sich mehr als 3000 Schülerinnen und Schüler in oö. Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen (LWBFS) in der Ausbildung. Im Rahmen der dreijährigen Schulzeit eine Pflegausbildung zu machen, war bisher nicht möglich.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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