So, 17. Februar 2019
01.02.2019 14:50

Seit Freitag in Kraft

Tag 1 des Waffenverbots: Das sagen die Wiener

Schlägereien, Belästigungen und Drogen: Der Wiener Praterstern ist immer wieder Schauplatz illegaler Aktivitäten. Seit Mitternacht sind dort alle Waffen verboten. Ab 20 Uhr auch am Donaukanal. Was die Wiener von der neuen Verordnung halten? Die „Krone“ hat sich auf dem Verkehrsknotenpunkt umgehört.

Freitagmorgen herrscht emsiges Treiben auf dem Praterstern. Tausende Pendler steigen aus den Zügen, Anrainer laufen zur U-Bahn. Eine Reisegruppe aus Deutschland sammelt sich auf dem Vorplatz. Dazwischen patrouillieren zwei junge Polizisten.

„Ich halte die Waffenverbotszone für eine gute Idee“, freut sich Simone Mastalir. Vor allem am Abend hat sich die 24-jährige Studentin nicht immer sicher auf dem Praterstern gefühlt. „Gerade als Frau ist es am Abend nicht immer sehr angenehm hier." Das soll sich nun ändern.

Antonia Bogner (61): „Ich persönlich fühle mich sehr sicher in Wien, finde aber die Waffenverbotszone grundsätzlich eine gute Idee. Aber warum gilt die Verordnung nicht für die ganze Stadt?“, fragt sich die Pensionistin.

„Ich glaube, es wird keinen erkennbaren Unterschied machen. Wenn jemand ein Messer mit sich tragen will, dann wird er es auch in Zukunft machen. Ich fühle mich aber in Wien sehr sicher“, so der 26-jährige Student Nico Rettke. 

Friedrich Mann (73), Pensionist: „Ich finde es eine gute Idee. Persönlich habe ich auf dem Praterstern noch nie Probleme gehabt. Ich bin mir aber sicher, dass das Verbot bei manchen für ein höheres Sicherheitsgefühl sorgt.“

Kontrolle bei „konkreten Anhaltspunkten“
Seit Mitternacht sind auf dem berüchtigten Verkehrsknotenpunkt alle Waffen verboten. Wie berichtet, dürfen Beamte die Kleidung von Personen und deren Fahrzeuge oder Behältnisse bei „konkreten Anhaltspunkten“ kontrollieren. Wird jemand mit einer Pistole oder anderen Gegenständen, die geeignet sind, „Gewalt gegen Menschen oder Sachen auszuüben“, erwischt, muss er die Waffe abgeben, und es droht eine saftige Geldstrafe von bis zu 500 Euro.

Die Zone ist auf dem Praterstern rund um die Uhr gültig. Am Donaukanal, beim Szenelokal Flex, zwischen Augarten- und Salztorbrücke gilt das Verbot lediglich zwischen 20 und 8 Uhr.

Isabella Kubicek, Kronen Zeitung

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