Eltern bei Fragestunde

Spitäler-Odyssee von Jan (6) führte in den Landtag

Die Spitäler-Odyssee des verletzten Buben Jan (6, wir berichteten) führte am Donnerstag auch in den Landtag. Dort hörten Jans Eltern bei der Fragestunde zu, als SPÖ-Politiker Peter Binder von Gesundheitslandesrätin Christine Haberlander (ÖVP) Auskunft verlangte. Zufrieden sind die Eltern mit der Antwort aber nicht.

„Ich habe den Besuch im Landtag sehr interessant gefunden. Aber ich finde es traurig, dass Frau Haberlander nicht darauf eingegangen ist, wie weit das noch gehen soll und wo das hinführt, dass immer nur eingespart wird in den Spitälern“, sagt Jans Mutter. Aus Haberlanders Büro ist aber zu hören, dass dazu eine schriftliche Antwort an die Eltern unterwegs sei.

„Weiterweisungen sind klinischer Alltag“
SPÖ-Abgeordneter Binder, der die Eltern ins Landhaus in Linz eingeladen hat, hat Haberlander im Landtag ja auch vor allem nach anderen Fällen gefragt, in denen Patienten zwischen Spitälern umhergeschickt werden. „In einer abgestuften medizinischen Versorgungsstruktur, wie der unseren, sind Weiterweisungen klinischer Alltag“, sagte Haberlander dazu. Man müsse Schwerpunkte setzen; nicht jede Leistung könne zu jeder Zeit an jedem Ort angeboten werden. Der konkrete „Fall Jan“ tue ihr aber leid, solche Kommunikationsfehler zwischen Spitalsstandorten sollten nicht vorkommen.

Argumente zum Teil unverständlich
Haberlanders Argument mit den Schwerpunktsetzungen kann Binder ja im Grunde nachvollziehen. Dass aber ein Kind an einem Spital, wo es einen Schwerpunkt Kinder- und Jugendheilkunde gebe, nicht behandelt werde, sei dann aber noch unverständlicher.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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