Di, 19. Februar 2019
01.02.2019 07:00

Impfung schützt

Bisher sieben Masern-Kranke in Salzburg gemeldet

Von einer Epidemie kann bei sieben erkrankten Kindern (bis Donnerstagabend) keine Rede sein. Trotzdem rät Landeshauptmann-Vize und Gesundheitsreferent Christian Stöckl allen, die nicht mehr wissen, ob sie geimpft sind, bzw. vor allem allen Eltern von kleinen Kindern, diese gegen das gefährliche Virus impfen zu lassen.

14 Masernfälle, darunter drei noch im Vorjahr geborene Babys: Die Steiermark ist derzeit am stärksten vom lebensgefährlichen Virus betroffen. In Salzburg gibt es bisher sieben Erkrankungen. Sechs Kinder, darunter fünf Mitglieder einer Familie sowie ein Cousin aus Piesendorf und Umgebung,und ein Bub aus dem Tennengau sind betroffen.

„Jetzt wird geschaut, mit welchen Kindern die Erkrankten in Berührung waren“, so Amtsarzt Robert Sollak von der Landessanitätsdirektion. „Bei einem Verdachtsfall in der Familie rate ich, vorerst nur beim Hausarzt anzurufen und nicht gleich in die Ordination zu gehen. Da wäre die Ansteckungsgefahr für andere zu hoch.“

Kommen nicht geimpfte Kinder mit Erkrankten in Kontakt, müssen sie laut Gesetz bis zu 21 Tage zu Hause bleiben. „Wenn man sie sofort impft, verkürzt sich die Wartezeit“, sagt Sollak. Masern sind hoch ansteckend. Ein Erkrankter kann bis zu 18 weitere Menschen infizieren. Übertragen werden die Masern durch Tröpfcheninfektion, also etwa durch Husten und Niesen. Die ersten Symptome sind Fieber, Schnupfen und eine Bindehautentzündung bei den Augen. Erst nach vier Tagen kommt der klassische Hautausschlag - rote Pünktchen - hinzu.

Um einen guten Allgemeinschutz garantieren zu können ist eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent nötig. In Salzburg sind derzeit aber derzeit aus diversen Gründen nur 80 bis 85 Prozent geschützt (siehe auch Daten & Fakten).

Aufklärung ist laut dem steirischen Experten Dr. Ingomar Wutz das Um und Auf. "Es gibt einfach viele Menschen, denen es am nötigen Wissen fehlt, oder die mal gehört haben, dass man sich durch eine Impfung schützen kann, aber es einfach aus Schlampigkeit oder wie auch immer man es nennen will, wieder vergessen haben.

Babys, die noch zu jung für eine Impfung sind, können - wie es etwa derzeit in der Steiermark geschieht -mit so genannten Immun-globuli behandelt werden. 50 Babys haben in Graz bisher diese Vorbeugemaßnahme erhalten.

Die Masern-Impfung ist in ganz Salzburg für alle Altersgruppen gratis. In Europa sind noch vor 40 Jahren 850.000 Menschen pro Jahr an Masern erkrankt. Im Vorjahr gab es dank Impf- und Aufklärungskampagnen nur noch knapp 25.000 Erkrankungen. Die meisten Masernepidemien treten in Entwicklungsländern auf.

Stöckl spricht sich auf jeden Fall für eine Impfpflicht aus.

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