20.01.2019 22:00 |

Kampf um Auszubildende

Luxus wartet heuer auf Salzburgs neue Lehrlinge

Egal, ob nun gratis B-Führerschein, 500 Euro für ein gutes Berufsschulzeugnis oder auch Freizeittrips in den Hochseilgarten: Lehrlinge sind Mangelware und quer durch die Branchen lassen sich Salzburgs Unternehmen einiges einfallen, um für junge Menschen bei der heurigen Lehrstellen-Suche attraktiv zu sein.

Den Tag lieber mit einem Einkauf im firmeneigenen Bekleidungsgeschäft mit satten Preisnachlass ausklingen lassen? Oder lieber doch das Spritangebot der Firmentankstelle noch ausnutzen? Lukas Moser kann sich’s aussuchen.

Der 17-Jährige aus Mariapfarr ist nicht der Sohn des Hauses der Prommegger Holzernte GmbH in St. Michael im Lungau. Sondern lernt im zweiten Jahr Baumaschinentechniker: „Ein vielseitiger Beruf, mit tollen Zusatz-Angeboten“, so Moser. Und kann dabei wie viele der gut 8422 Salzburger Lehrlinge Extras im Betrieb nutzen. Denn Auszubildende sind Mangelware: Ende Dezember wurden laut AMS 690 Lehrlinge gesucht.

Dass viele Unternehmen heuer in Folge kreativ darin sind, die rund 2600 Lehranfänger mit Extras zu locken, habe seinen Grund, meint Norbert Hemetsberger von der Wirtschaftskammer Salzburg: „Wir haben die Problematik, dass die Jugendlichen weniger werden, der Trend zu höheren Schulen ungebrochen ist und die Wirtschaft wächst, wodurch viele Unternehmer sich etwas überlegen, um an Lehrlinge zu kommen.“ Ähnlich sieht das auch Lukas Mosers Chef, der in seinem 80 mannstarken Unternehmen sechs Lehrlinge ausbildet: „Der Lohn allein ist nicht ausschlaggebend. Man muss ihnen schon etwas zeigen und bieten“, so Sepp Prommegger. Auch im Handel ist die Lage ähnlich: „Da wir für unsere Sozialleistungen, wie gratis B-Führerschein oder auch Prämien von bis zu 4500 Euro, bekannt sind, können wir die 100 Lehrstelle besetzen“, berichtet Spar-Sprecherin Barbara Moser.

Verena Seebacher
Verena Seebacher
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