17.01.2019 14:56 |

Nach Protesten

Museum muss gekreuzigten Ronald McDonald abhängen

Nach teils gewaltsamen Protesten muss ein Museum in der israelischen Stadt Haifa ein Kunstwerk mit einem gekreuzigten Ronald McDonald entfernen. Bürgermeisterin Einat Kalisch-Rotem habe angekündigt, der Abbau werde „so schnell wie möglich“ erfolgen, berichtete die Zeitung „Haaretz“ am Donnerstag. Die Stadtchefin bedauerte, dass der christlichen Gemeinschaft „Leid zugefügt“ worden sei.

Das Werk „McJesus“ des finnischen Künstlers Jani Leinon zeigt das gekreuzigte Maskottchen der Fast-Food-Kette McDonald‘s. Hunderte Christen demonstrierten in den vergangenen Tagen dagegen und versuchten, in das Museum einzudringen, zudem wurde ein Brandsatz auf das Gebäude geworfen. Auch hohe Kirchenvertreter sowie Kulturministerin Miri Regev forderten eine Entfernung des Kunstwerks.

Kritik an „Kapitulation vor Gewalt“
Bürgermeisterin Kalisch-Rotem verurteilte am Donnerstag die Gewalt während der Ausschreitungen, bei denen drei Polizisten durch Steinwürfe verletzt worden waren. Die Bürgerrechtsorganisation ACRI kritisierte den Beschluss zum Abbau der Installation als „Kapitulation vor Gewalt“, die Kunstfreiheit nehme dadurch „schweren Schaden“.

Maria und Jesus als Barbie und Ken
Neben „McJesus“ stießen in der Ausstellung „Heilige Güter“ auch eine Marien- und eine Christusdarstellung als Barbie und Ken auf Kritik. Sie sollen nun von der Ausstellung getrennt hinter einem Vorhang gezeigt werden. Zudem bekommt der separate Raum einen Warnhinweis auf den potenziell verletzenden Charakter der Werke.

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