Drei Monate ist der Welpe, ein Alter, in dem er gutes Futter und Wärme braucht, sich nach viel Zuneigung und sozialen Kontakten sehnt. Nichts davon fand der Aktive Tierschutz bei seiner Nachschau bei einem Babyhund, der isoliert in einer armseligen Hütte im verschneiten Garten gehalten, höchstens einmal zum Vergnügen der Kinder herausgeholt wurde.
Chef Charly Forstner war schockiert: Nicht einmal Wasser hatte der kleine Vierbeiner, in seinem Futternapf lag ein Nagel, und der einzige Liegeplatz in der unbeheizten, kalten Holzhütte war ein mickriger Polster. Ins Haus durfte der Kleine sowieso nie, wie der Besitzer angab: „In meiner Heimat machen wir das so“, soll er sein Tun verteidigt haben.
Bravo!
Wo da das „Bravo“ sein sollte, fragen Sie? Das verleihen wir ausdrücklich dem zuständigen Amtstierarzt. Der Veterinär setzte laut Aktivem Tierschutz ein klares Signal: Der Welpe wurde abgenommen und der Besitzer kriegt eine saftige Geldstrafe wegen der illegalen Einfuhr eines ausländischen Hundes; er stammt nämlich aus Rumänien, hatte keinen EU-Pass. Er sendet damit eine deutliche Botschaft auf mehreren Ebenen: dass Hunde bei uns in der Steiermark so sicher nicht gehalten werden! Und wenn, dass dies ernsthafte Konsequenzen hat. Und auch illegaler Welpenhandel bestraft wird. Das Hunderl kriegt jetzt einen guten Platz. Und auch andere überdenken vielleicht die Haltung ihrer Tiere.
Christa Blümel, Kronen Zeitung








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