„Female Masking‘“

Männer verkleiden sich als Latex-Sexpuppe

Sexpuppen üben auf manche Männer eine gewisse Faszination aus. Eine bestimmte Gruppe Fetischisten wollen sie aber nicht benutzen, sondern sie wollen selbst eine Sexdoll sein. Diese absurd anmutende Vorliebe nennt sich „Female Masking“. Deren Anhänger haben nur ein Ziel: Sie wollen eine lebende Puppe werden. Dafür investieren sie in Latexmasken und -anzüge, Brustprothesen und vieles mehr. 

Jeder hat gewisse sexuelle Vorlieben. Doch manche stehen auf besonders ausgefallene Praktiken und Spielchen, die Sexdolls miteinbeziehen. So wie zum Beispiel Fans des „Puppy Play“: Dabei verkleidet sich ein Partner als Puppe mit Gesichtsmaske und tut alles, was der „Master“ sagt. Dieses Rollenspiel ist vor allem in der BDSM-Szene (Bondage, Discipline Sadism, Masochism) beliebt.

Es gibt jedoch einen anderen Fetisch, der noch einen Schritt weitergeht: „Female Maskers“ wollen ihre Lust nicht mithilfe einer Sexpuppe befriedigen, sondern selbst zu einer werden. Weltweit hat dieser besonders krasse Crossdressing-Trend nicht mehr als einige Tausend Anhänger. Doch diese leben ihre Fantasie in vollen Zügen aus. „Female Maskers“ oder „Living Dolls“, wie sie in der Szene auch genannt werden, schlüpfen durch das Latex in die Rolle einer Frau und leben so ihre feminine Seite aus.

Die Masken kosten einige Hundert Euro und können mittlerweile auch auf ebay bestellt werden. Weiters benötigen die lebendigen Puppen Ganzkörperanzüge und Brustprothesen. Auch aufblasbare Hosen kommen zum Einsatz, um weibliche Rundungen darzustellen. Ähnlich wie Transvestiten wollen „Female Maskers“ nicht permanent in die Rolle einer Frau schlüpfen. Vielmehr leben sie in erotischen Rollenspielen ihre Sexualität aus.

Dabei schlüpfen sie in die Rolle der „stereotypen“ Frau: kurze Röcke, großer Busen, Kurven, viel Make-up. Sie wollen mit einem weiblichen Vornamen angesprochen werden, reden mit hoher Stimme und haben meist eine ganze Geschichte und Vergangenheit parat, wer sie denn nun sind. Die „Living Dolls“ wollen in erster Linie aber nicht zu Frauen, sondern zu Puppen werden. Viele sind große Fans von Masken, Verkleidungen und vor allem Latex.

In erster Linie sind die Anhänger dieses Fetisches Männer im mittleren Alter. Doch auch einige Frauen haben sich der Praxis bereits angeschlossen. Die größten Szenen der „Living Dolls“ in Europa gibt es in Deutschland und den Niederlanden, wo man die „Female Maskers“ auch mal auf der Straße sehen kann. Wann wir in Wien einer lebenden Puppe über den Weg laufen, bleibt abzuwarten.

Jänner 2019

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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