03.01.2019 15:09 |

Blutiges Opferritual

Gottheit in Mexiko wurde mit Häutungen geehrt

Im mexikanischen Bundesstaat Puebla haben Wissenschaftler erstmals einen Tempel der prähispanischen Gottheit Xipe Totec (Unser gehäuteter Herr) entdeckt. In der Ruinenstadt Ndachjian-Tehuacan fanden sie unter anderem zwei Opferaltäre, zwei Schädelskulpturen und eine Statue, wie das Nationale Institut für Anthropologie und Geschichte (INAH) mitteilte.

Am linken Arm der Statue hängt hinten eine rechte Hand herunter (auf Bildern mit Pfeil markiert). INAH-Archäologin Noemi Castillo erklärte am Mittwoch, das sei ein Hinweis auf die Opferrituale für Xipe Tote. Gefangene wurden auf dem ersten Altar in gladiatorenartigen Kämpfen oder mit Pfeilen getötet und dann auf einem zweiten Altar gehäutet. Die Priester trugen die Haut der Opfer während des Rituals wie Kleidung.

Hinweise auf den Kult, der vor der Landung der Spanier an der Golfküste, im Zentrum und im Westen von Mexiko gepflegt wurde, gab es immer wieder. Bisher war aber noch nie ein Tempel des Fruchtbarkeitsgotts Xipe Totec gefunden worden.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).