Mi, 16. Jänner 2019

Steirer Leben gerettet

24.12.2018 07:10

Weihnachtswunder: „So etwas vergisst man nicht“

Unsere Blaulicht-Organisationen sind ein Rückgrat der Steiermark, sie sind da, wenn Hilfe benötigt wird. Vor wenigen Tagen berichteten wir etwa von einem kleinen vorweihnachtlichen Wunder in Empersdorf, als ein Mann aus eiskaltem Wasser gerettet wurde. Die „Steirerkrone“ traf die Helden der Freiwilligen Feuerwehr.

Im Jahr 1898 wurde die Feuerwehr gegründet, seit zwei Jahren ist Georg Leopold Kommandant in der 1400-Seelen-Gemeinde im Bezirk Leibnitz. Aufreger gibt es bei den Einsätzen nicht allzu oft: „Normalerweise stehen Pkw-Bergungen an der Tagesordnung, Brände gibt es zum Glück kaum noch. Heuer haben wir im Frühjahr verstärkt Hochwassereinsätze gehabt. 2016 sind bei uns in der Gemeinde bei einem Waldbodenbrand 5000 Quadratmeter abgebrannt. Das war für uns der größte Einsatz der letzten Jahre.“

Bis zum 19. Dezember: Da wurde die kleine Wehr plötzlich zum Liebling der Medien. „Wir haben nicht mit so einem großen Interesse gerechnet. Dabei haben wir nur einen kurzen Bericht an die Bezirksleitstelle geschickt, auf unserer Homepage und auf Facebook haben wir natürlich auch auf den Einsatz hingewiesen“, so Leopold.

„Das kann man nicht üben“
An jenem Mittwoch wurde die Feuerwehr zu einem Teich alarmiert: Ein Mann, der Eislaufen gegangen war, war durch die dünne Eisdecke in das sehr kalte Wasser gestürzt. „So einen Einsatz kann man nicht üben, obwohl wir viele Szenarien durchspielen. Es ist aber so, dass man bei Schulungen immer wieder über solch ungewöhnliche Situationen spricht“, sagt Leopold. Die ungewöhnliche Situation wurde außergewöhnlich gelöst: Obwohl der 63-jährige Steirer gut 25 Meter vom Ufer entfernt war, konnte er gerettet werden.

„Er konnte die Arme nicht mehr heben“
Ein Kamerad, mit Josef Sammer nebenbei auch der Kassier von Empersdorf, näherte sich dem Ertrinkenden über eine Leiter an, die auf die dünne Eisdecke gelegt wurde. „Ich habe ihm ein Seil zugeworfen, an dem ein Eishockeyschläger, den wir am Gelände gefunden hatten, befestigt war. Einige Male habe ich ganz in seine Nähe geworfen, er konnte aber die Arme nicht mehr heben“, lässt Sammer die dramatischen Minuten Revue passieren.

„Für fast alle war es die erste Lebensrettung“
Der „goldene Wurf“ gelang letztlich, der stark unterkühlte Mann konnte der Rettung stabil übergeben werden. „Für fast alle war es die erste Lebensrettung überhaupt. So etwas vergisst man nicht“, so Sammer.

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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