Prozess:

(Ex-)Familienclan in Steyr zockte ältere Männer ab

Großmutter, Mutter, deren Lebensgefährte und die Tochter wurden im Frühling verurteilt, weil sie vier älteren Männern mehr als 300.000 Euro abgeknöpft haben sollen. Nun musste der Prozess gegen die Hauptangeklagten - die 39-Jährige und deren 42-jährigen Ex-Partner -am Landesgericht Steyr neu aufgerollt werden.

Gemeinsam mit der Mutter und der Tochter der Frau sollen die beiden Angeklagten Männer abgezockt haben. Die Mutter ging Beziehungen mit den Männern ein, die ihr damaliger Lebensgefährte über Kontaktanzeigen eingefädelt hatte. Zuerst wurde den einsamen Herzen Heiratsabsichten vorgegaukelt, dann war die Dame plötzlich in Geldnot - und soll mit dieser Masche von ihren verliebten Gönnern mehr als 300.000 Euro ergaunert haben.

Zeuge zog Aussage zurück
Im ersten Prozess verantworteten sich die Frauen mit jahrelanger Gewalt durch den Vater bzw. Lebensgefährten, der sie zu den Straftaten gezwungen haben soll. Doch ein Zeuge, der diese Version bestätigen sollte, zog seine Aussage zurück. Die 39-Jährige kam mit 16 Monaten bedingt davon. Für ihren Partner lautete das Urteil 21 Monate und 10 Tage teilbedingt.

Neues Urteil
Der OGH hob das Urteil auf. Nach einem neuen Prozess schauten die Urteil anders aus: 24 Monate bedingt für die Frau, „nur“ 14 Monate, davon sechs unbedingt, für ihren Ex-Partner.

Claudia Tröster/Kronen Zeitung

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