21.12.2018 09:00 |

„Ich mach’s gerne!“

Kranebitter verbindet die Züge am Heiligen Abend

ÖBB-Verschubkoordinator Martin Kranebitter hat am Heiligen Abend Dienst – und er macht es gerne. „Während die Kinder, die vom Christkind eine Modelleisenbahn bekommen haben, unter dem Weihnachtsbaum Züge zusammenbauen, füge ich Waggons im Großformat zusammen“, lacht Martin Kranebitter.

Viele Menschen verbringen die besinnlichen Tage im Jahr gemeinsam mit ihrer Familie. Aber es gibt auch Menschen, die an diesem Tag bei der Arbeit sind. ÖBB-Verschubkoordinator Martin Kranebitter aus Pettnau hat in der Nacht von 24. auf den 25. Dezember Nachtdienst. Er sorgt in seiner 12-Stunden-Schicht dafür, dass die Personenzüge in Tirol sicher aneinander gekoppelt werden.

Beruf ist "Erfüllung des Bubentraums
Dass er auch dann Dienst hat, wenn andere frei haben, macht ihm nichts aus. „Unsere Dienstregler achten sehr genau darauf, dass die Dienste gerecht eingeteilt werden. Wenn ich über Weihnachten arbeite, habe ich dafür an einem anderen Tag frei. Ich kann dann eine Skitour genießen, wenn andere arbeiten müssen“, erzählt der Verschub-Spezialist, der sich mit seinem Beruf „einen Bubentraum erfüllt“ hat.

Kein Problem für die Familie
Natürlich ist auch für ihn Weihnachten ein Fest, das ganz im Zeichen der Familie steht. „Meine Eltern sind beide 91 Jahre alt, da genießt man es natürlich, wenn man die Feiertage gemeinsam mit der Familie verbringen kann. Ich arbeite seit 28 Jahren bei den ÖBB im Verschub, der Schichtdienst gehört einfach dazu und stellt für mich und meine Familie überhaupt kein Problem dar.“

Besinnlichkeit im Dienst
Mit der Familie wird deshalb am nächsten Tag gefeiert. Natürlich kommt in der stillsten Nacht des Jahres auch bei den Mitarbeitern im Verschubdienst besinnliche Stimmung auf. „Bevor wir mit der Schicht beginnen, sitzen wir kurz im Aufenthaltsraum bei ein paar Keksen und einer Tasse Tee oder Kaffee zusammen. Für weihnachtliche Stimmung sorgt der kleine Christbaum, den wir aufgestellt haben. Ansonsten ist es ein Dienst wie jeder andere auch. Wir sorgen dafür, dass die Züge rechtzeitig aneinander gekoppelt werden, damit sie pünktlich auf Schiene sind“, erklärt Martin Kranebitter.

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