21.12.2018 06:04 |

Derby-Eklat

„Rapid-Kessel“: 24 Fragen an Innenminister Kickl

1375 durch die Wiener Polizei eingekesselte Rapid-Fans beim Derby erreichten am Donnerstag die Politik. Im Bundesrat stellte sich Innenminister Herbert Kickl insgesamt 24 SPÖ-Fragen - und verteidigte den Einsatz vehement: „Mein Dank gilt den Beamten!“ Dabei wurde auch bekannt, dass weit mehr als zehn Wurfgegenstände (Schneebälle, Pyrotechnik, Getränkedosen) zur Sperre von Österreichs meistbefahrener Autobahn führten.

Wegen des heftig diskutierten Einsatzes (auch ein Abgeordneter war mittendrin) zitierten die Roten Innenminister Herbert Kickl in den Bundesrat. Die Gefahr einer Massenpanik im Kessel hätte bestanden. Tatsache ist, dass insgesamt 637 Beamte im und vor dem Stadion im Einsatz standen, weil das Derby als Hochsicherheitsspiel galt. Die Tangente musste aufgrund des Beschusses für fünf Minuten in beiden Fahrtrichtungen gesperrt werden.

„Der Einsatz war zur Aufrechterhaltung der öffentlichen Ordnung notwendig und wurde professionell durchgeführt!“, stellte der Innenminister klar. Die Ermittlungen zu Verdächtigen bzw. gerichtlich strafbaren Handlungen würden derzeit aufgrund der Videoüberwachung noch andauern.

Zudem hätten Personen jederzeit den Kessel - es gab Lautsprecherdurchsagen - verlassen können, so sie der Ausweisleistung nachkamen. Die Ultras wären aber an einer Kooperation mit der Polizei nicht interessiert gewesen. Kickl abschließend in Richtung Rapid-Präsidium: „Was hat das mit dem Fußballsport zu tun.“

Florian Hitz, Kronen Zeitung

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