18.12.2018 14:14 |

„Regnen“ auf Planeten

NASA: Saturn wird seine prächtigen Ringe verlieren

Die imposanten Ringe des Saturn, die sich bereits mit einem Fernrohr ab etwa 30- bis 40-facher Vergrößerung erkennen lassen, wird es in 100 Millionen Jahren nicht mehr geben. Das haben jetzt neueste Berechnungen von Forschern des Goddard Space Flight Center der US-Raumfahrtbehörde NASA ergeben.

Die Ringe werden durch die Schwerkraft als Regen von Eispartikeln unter dem Einfluss von Saturns Magnetfeld in den Planeten gezogen, so die Wissenschaftler. Wie Daten, die die Raumsonde „Cassini“ im Vorjahr bei ihrer finalen Mission zur Erde gefunkt hat, zeigen, prasseln im Schnitt pro Sekunde rund zehn Tonnen Material von den Ringen des Saturn in dessen Atmosphäre hinein (krone.at berichtete). Das sei deutlich mehr, als die Wissenschaft bis dato angenommen habe, so Experten.

„Cassini“ hatte zwischen April und September 2017 mehrfach die „Lücke“ zwischen dem innersten Saturnring und dem Planeten durchflogen. Die zur Erde übermittelten Daten seiner Messgeräte kamen für die Wissenschaftler derart überraschend, dass sie zunächst annahmen, dabei könne es sich nur um Messfehler handeln.

Schon in 100 Millionen Jahren verschwunden?
„Wir schätzen, dass durch diesen ,Ringregen‘ so viel Wasser fällt, dass man damit binnen einer halben Stunde ein olympisches Schwimmbad füllen könnte“, wird James O‘Donoghue vom Goddard Space Flight Center der NASA in Greenbelt (Maryland) auf der Website der US-Raumfahrtbehörde zitiert. „Allein aus diesem Grund würde das gesamte Ringsystem in 300 Millionen Jahren verschwunden sein. Addiert man jenes von ,Cassini‘ gemessene Ringmaterial, das in den Äquator von Saturn gefallen ist, dazu, dann haben die Ringe nur noch weniger als 100 Millionen Jahre zu leben. Das ist, im Vergleich zu Saturns Alter von mehr als vier Milliarden Jahren, relativ kurz“, so O‘Donoghue.

Gewaltige Ringe aus reflektierenden Eispartikeln
Die zahlreichen Ringe des Saturn - dem nach Jupiter zweitgrößten Planeten unseres Sonnensystems - bestehen hauptsächlich aus reflektierenden Eispartikeln und sind durch scharf umrissene Lücken voneinander abgegrenzt. Der innerste davon beginnt bereits 7000 Kilometer über der Oberfläche des Planeten und hat einen Durchmesser von 134.000 Kilometern, der äußerste hat einen Durchmesser von 960.000 km. Nach der Reihenfolge ihrer Entdeckung werden die größten Ringe - von innen nach außen - als D-, C-, B-, A-, F-, G- und E- Ring bezeichnet.

Wilhelm Eder
Wilhelm Eder
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