16.12.2018 09:49 |

Baustelle eröffnet

Genua will bis Weihnachten 2019 neue Brücke haben

Bis Weihnachten 2019 soll Genua eine neue Brücke zu haben. Dies betonte der Bürgermeister der ligurischen Hafenstadt und Regierungskommissar für den Wiederaufbau des am 14. August eingestürzten Viadukts, Marco Bucci, nach der Einrichtung der Baustelle für den Abriss der Brücke am Samstag. Bei dem Brückeneinsturz waren 43 Menschen ums Leben gekommen.

Eigentlich hätte am Samstag der Abriss beginnen sollen, stattdessen wurde nur die Baustelle offiziell eröffnet. Vor dem Abriss müssen noch einige rechtliche Hürden überwunden werden, denn der Unglücksort ist derzeit noch von der Justiz gesperrt.

Bei einer Anhörung am Montag dürfte ein Richter in Genua entscheiden, ob die Abrissarbeiten ungeachtet der laufenden Ermittlungen zur Einsturzursache beginnen dürfen oder nicht. Die Staatsanwaltschaft ermittelt unter anderem gegen den Autobahnbetreiber Autostrade per l‘Italia.

20 Millionen Euro Abrisskosten veranschlagt
Nach Behördenangaben werden die Abrissarbeiten rund 20 Millionen Euro kosten und von fünf italienischen Unternehmen durchgeführt. Zu ihnen zählen auch die Firmen Fagioli und Omini, die an der Abwrackung des 2012 havarierten Kreuzfahrtschiffes Costa Concordia in Genua beteiligt waren.

Für die Wiedererrichtung der Brücke sind bisher zehn Angebot eingelangt. Die größten Erfolgsaussichten, den millionenschweren Auftrag zu bekommen, werden einem Konsortium aus Italiens größtem Baukonzern Salini Impregilo, der in Triest beheimateten Schiffswerft Fincantieri und dem Gleisbauer Italferr, Tochter der Italienischen Staatsbahnen, eingeräumt.

Brückeneinsturz kostete 43 Menschen das Leben
Das 40 Meter hohe Polcevera-Viadukt, auch Morandi-Brücke genannt, war während eines schweren Unwetters am 14. August auf etwa hundert Metern Länge eingestürzt. 43 Menschen starben. Hunderte Menschen verloren ihre Wohnungen.

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