14.12.2018 19:07 |

Betrugs-Prozess

Salzburgerin zahlte Wahrsagerin 32.000 Euro

„Ich habe damit nichts zu tun“, sagt die angeklagte Wienerin (37). „Das ist sie“, dagegen das Opfer. Aussage gegen Aussage steht es bei einem Betrugs-Prozess im Landesgericht Salzburg. Die vermeintliche Wahrsagerin soll der Frau 32.000 Euro abgeluchst haben. Unter dem Vorwand, sie von einem Fluch zu befreien.

Anfang August 2014 saß das Opfer in einem Park in Salzburg-Lehen: „Da kam diese Dame, sie hat meine Hand gelesen und mir gesagt: es würden schreckliche Dinge passieren.“ Die Betrügerin sprach von Ritualen, mit denen sie den Fluch brechen könne: „Sie hat mich in den Bann gezogen.“

20 Mal traf sich das Opfer mit der „Wahrsagerin“. Bis Dezember. Immer im selben Park. Und immer bat sie das Opfer um Geld. Erst als es um große Beträge ging, kamen Zweifel auf. „Ich habe meine Ersparnisse hergegeben, habe mein Pferd sogar verkauft.“ Aber zur Polizei ging die Frau erst dreieinhalb Jahre später: „Aus Scham.“ Es gibt aber keine Beweise. Richter Peter Egger vertagte, da die Schwester des Opfers Anruflisten von damals hat: „Es ist ein Strohhalm, aber eine Chance“, so Egger.

Antonio Lovric

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