29.01.2010 19:47 |

"Panzer-Spritztour"

Das sagen die krone.at-User zum Bundesheer-Spot

Jener Werbespot, der eigentlich für mehr (weibliche) Rekruten beim Bundesheer sorgen sollte, wird zusehends zur vollen Lachnummer – national wie auch international. Auch bei den krone.at-Usern erntete der Clip durchgehend Spott, auch wenn viele das Video nicht als sexistisch empfinden - mit dieser Begründung hatte es Verteidigungsminister Norbert Darabos, der in der "ZiB" zusätzlich Konsequenzen ankündigte, ja von der Website des Heeres entfernen lassen.

krone.at-User "ernesto5" meinte nach Anblick des Films: "Unglaublich peinlich, aber passt irgendwie zu diesen jämmerlichen Verein. Zum Fremdschämen." Eine Meinung, der sich auch Benutzer "letztermohikaner" anschloss: "Da weiß man nicht, ob man lachen oder weinen soll." Auch User "mc.chesterfield" - offensichtlich selbst ein Soldat - fand kein gutes Wort über den Spot: "Das war Tagesthema bei uns. Wir sind beim Bundesheer, aber niemand von uns kann sich mit diesem miesen Clip identifizieren. Wir haben nicht das beste Image, aber so was: Na Hilfe."

"Peinlich, aber nicht sexistisch"
So sehr viele User den Werbespot abwechselnd als "billig", "peinlich", "sinnlos" oder schlichtweg "schlecht" einstuften, wunderten sich viele darüber, dass er sexistisch sein solle. So kommentierte User "sintfluttaucher" etwa: "So einen Spot mit Sexismus gleichzusetzen ist doch absoluter Schwachsinn."

Ein kreatives Highlight setzte krone.at-Userin "iceman26", indem sie die Rechtfertigung des Clips durch einen Oberst des Bundesheeres ("So deppert, dass er schon wieder genial ist") neu interpretierte: "Also ich finde Herrn Oberst Millonig so genial, daß er schon wieder deppert ist." "holzi20" bedankte sich für das kurze Video: "Ich möchte das Bundesheer für diese Werbung nicht kritisieren, sondern danken, dass ich was zum Lachen hab."

Bundesheer-Spot: "Lust auf eine Spritztour?"
"Na Mädels, Lust auf 'ne Spritztour?", fragt in dem Werbespot, der seit drei Tagen für Gelächter über das österreichische Bundesheer, ein im Panzer anbrausender Jüngling eine Gruppe Mädchen, die daraufhin einen glatzköpfigen Macho im Sportwagen stehen lassen. "Vergiss es, ich will mit großen Dingern fahren", muss sich der gut betuchte Herr zum Abschied anhören.

Minister Darabos (SPÖ) hat den Spot von der Website entfernen lassen - als Reaktion "auf die aktuelle Sexismus-Kritik am Inhalt des Spots". Die Werbung wird auch nicht in österreichischen Medien geschaltet werden: "Das Österreichische Bundesheer will im Rahmen seiner Info-Kampagnen keine Gefühle verletzen." Laut "Krone" ist bereits eine parlamentarische Anfrage zum Video geplant.

Ein Remake eines ukrainischen Spots
Das Filmchen ist übrigens ein Remake. Die ukrainische Armee hat einen sehr ähnlichen Spot mit Schauspielern geschaltet (siehe Infobox). Dieser kommt aber ungleich professioneller daher. In Österreich setzte man auf Laien-Darsteller. Für die Bundesheer-Produktion wurden laut "Süddeutscher" der Türsteher einer Diskothek in Krems als Audi-Fahrer sowie vier Hotelfachschülerinnen gebucht.

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