11.12.2018 07:30 |

Kooperation abgelehnt

Die Mozartstadt wird mit Automaten zugepflastert

Der Stadtsenat gab am Montag grünes Licht für die Erneuerung aller 182 Parkscheinautomaten in der Stadt Salzburg. Ein Upgrade, das auch den Verkauf von Obus-Fahrscheinen ermöglicht hätte, wäre technisch möglich gewesen. Die Salzburg AG legte sich aber quer. Stattdessen will sie selbst mehr Fahrscheinautomaten.

Die Salzburg AG habe mitgeteilt, „dass kein Interesse an der Nutzung der Parkscheinautomaten als Ticketausgabestelle für den ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr – Anm.) besteht“, heißt es lapidar im Amtsbericht der Abteilung 7 des Magistrats.
Die Stadt wird in den kommenden Monaten die 182 Parkscheinautomaten ersetzen, die allesamt noch aus dem Jahr 2002 stammen. Der Auftrag geht an Siemens Mobility und hat ein Volumen von 1,25 Millionen Euro. Dafür gibt’s nicht nur die Maschinen sondern auch ein zentrales Verwaltungssystem.
Technisch wäre es ein leichtes gewesen, Automaten anzuschaffen, die neben Parkscheinen auch Obus- oder Albus-Fahrkarten ausdrucken können. Salzburg-AG-Sprecherin Daniela Kinz verweist jedoch auf die „hohen Investitions- und Betriebskosten“. Die teuren Kombigeräte müssten daher „aus einer Subsitution von anderen Ticketverkaufssystem“ finanziert werden. Im Klartext: Hätte die Stadt Kombigeräte gekauft, wären die Tickets, die Öffi-Benutzer direkt beim Fahrer kaufen, noch teurer geworden.

Salzburg AG stellt lieber eigene Automaten auf
Als Alternative will die Salzburg AG das Handy-Ticketing forcieren. Zudem setzt man weiterhin auf den Vorverkauf in den Trafiken. Und: Direkt an den Haltestellen sollen mehr der rot-silbernen Fahrscheinautomaten aufstellt werden. Von denen gibt es derzeit 30 in der Stadt – zum Vergleich: Alleine die Linie 1 hat 40 Haltestellen. Verkehrsstadtrat Johann Padutsch (Bürgerliste) nimmt’s übrigens gelassen: „Bis zu einem gewissen Grad verstehe ich die Salzburg AG.“

Wolfgang Fürweger
Wolfgang Fürweger
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