Di, 11. Dezember 2018

Kultusamt alarmiert

05.12.2018 06:01

Heirat in Moschee - nur wenn Brautvater einwilligt

Für Aufregung sorgt aktuell die Imam-Ali-Moschee in Wien-Mariahilf. Stein des Anstoßes: Für die erstmalige Eheschließung einer Frau wird hier die schriftliche Einverständniserklärung des Brautvaters verlangt. Vor allem die FPÖ stößt sich an der steinzeitlichen Regelung und hat mittlerweile das Kultusamt eingeschaltet.

Geburtsurkunde, Reisepass und Co. sind nicht die einzigen Dokumente, die vor einer Hochzeit in der Imam-Ali-Moschee im 6. Wiener Gemeindebezirk beizubringen sind - es bedarf auch der Erlaubnis des Brautvaters, wie der Homepage des Vereins, der enge Kontakte zur iranischen Botschaft pflegt, zu entnehmen ist. Und zwar unabhängig davon, ob die Braut volljährig ist oder nicht.

„Steinzeit-Islamismus hat hier nichts verloren“
Aus diesem Grund hat die FPÖ jetzt das Kultusamt eingeschaltet und fordert eine Überprüfung: „Diese Form von Steinzeit-Islamismus hat in Österreich nichts verloren. Eine Frau muss selbstbestimmt entscheiden dürfen, wen sie heiraten möchte“, sagt Gemeinderat Leo Kohlbauer. Zu prüfen sei nun, ob dieser Vorgang mit den österreichischen Grundrechten und Gesetzen im Einklang steht.

Brautvater-Erlaubnis im Koran nicht erwähnt
„Im Koran wird eine notwendige Erlaubnis des Vaters nicht explizit erwähnt. Manche islamischen Konfessionen wollen aber, dass das Familienoberhaupt seine Zustimmung erteilt“, erklärt Amer Albayati, Präsident des Vereins Integration-Bildung-Kultur (IBK).

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