Mo, 10. Dezember 2018

Eigene Gefahrenskala

04.12.2018 14:46

Maßnahmen zum Schutz der Menschen vor Wölfen

Nach der Änderung des Jagdgesetzes in Niederösterreich am 20. September, die bei Gefahr einen rascheren Abschuss von „Problemwölfen“ ermöglichen soll, ist am Dienstag in der Landesregierung eine Verordnung betreffend Maßnahmen zum Schutz von Menschen und Abwendung von Schäden einstimmig beschlossen worden. „Die Sicherheit der Bevölkerung hat oberste Priorität“, sagte Landeshauptmannstellvertreter Stephan Pernkopf (ÖVP).

Die Verordnung sei eine klare Handlungsanleitung für alle Bezirkshauptmannschaften. Vorbild sei die Schweiz, so Pernkopf. Angeführt sind die Szenarien unbedenkliches, auffälliges, unerwünschtes und nicht zuletzt problematisches Verhalten des Wolfes. Maßnahmen zur Abwendung von Schäden an Nutztieren sind demnach Vergrämung oder Abschuss. Sie sollen in den Stufen 3 (unerwünschtes Verhalten) und 4 (problematisches Verhalten) zur Anwendung kommen. In den beiden niedrigeren Stufen sind Information der Bevölkerung und Überwachung vorgesehen.

Abschuss nach zwei Sichtungen
Schlägt ein Wolf etwa sein Tageslager nahe einer Siedlung (mit weniger als 50 Metern Distanz definiert) auf, soll er vergrämt werden. Taucht ein Wolf mehr als zweimal während der Aktivitätszeit des Menschen (6 bis 22 Uhr) in einer Siedlung auf, soll der Abschuss erfolgen.

Kritik von WWF
Informationen gibt es auch auf der Website der niederösterreichischen Landesregierung: Der WWF Österreich hat die „Schein-Wolfs-Verordnung“ als „rechtlich und inhaltlich fragwürdige Schnellschuss-Aktion“ kritisiert.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
„Nieder mit Regierung“
Sozialistische Jugend: Auf Linie mit „Gelbwesten“
Österreich
Erschreckende Bilanz
Heuer bereits 42 Bluttaten an Frauen!
Österreich
„Besser statt größer“
Das Kitzbüheler Horn in neuem Glanz
Reisen & Urlaub
Gefühlsausbruch
Mette-Marit: Tränen bei Nobelpreis-Verleihung
Video Stars & Society
Gipfel mit Big Boss
Trotz Erfolgsbilanz: Barisic droht Rauswurf
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.