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Reisende wählen ihr Hotel nach „instagramability“

Ein fremdes Land, fremde Kultur, viel zu erleben und Neues bestaunen - man sollte meinen, danach sucht man seine Urlaubsdestination aus. Nicht immer, denn immer mehr junge Reisende wählen nicht das Land, sondern das Hotel - und das muss vor allem für Instagram einiges hergeben, es braucht „instagramability“. City4U hat die Top Hotels - der Welt laut dem sozialen Netzwerk - herausgesucht.

Vor einigen Jahren hat man ein Hotel im Reisekatalog herausgesucht und sich auf die Anzahl der Sterne verlassen. Das macht heute fast keiner mehr. Ohne Erfahrungsberichte von Urlaubern auf diversen Reiseplattformen bucht man heute keine Urlaubsresidenz mehr. Doch die meisten verlassen sich vor allem auf eines: Instagram. Wichtig ist nicht das gute Frühstück, die zentrale Lage und kuschelige Betten, sondern ob die Zimmer und das gesamte Areal schöne und einzigartige Motive für den Insta-Account hergibt.

Eine Studie des britischen Versicherungsunternehmens Schofields fand heraus, dass 40 Prozent der 18- bis 33-Jährigen ihre Reiseziele und Hotels nach deren „instagrammability“ aussuchen. Mindestens 84 Prozent der urlaubenden Millenials posten Fotos vom Urlaub in den sozialen Netzwerken. In New York können ganze Apartements für Fotoshootings von Influenzern gemietet werden. Einige Hoteliers laden Blogger zu Gratisübernachtungen ein - damit ihre Follower vielleicht bald als zahlende Kunden erscheinen.

Das Magazin travel tripper hat in diesem Jahr jene zehn Hotels erhoben, die nicht nur zu den beliebtesten auf Instagram gehören, sondern die auch am meisten vom Marketingeffekt des sozialen Netzwerks profitieren - weil sie wissen, wie es funktioniert. Doch was braucht es, um ein beliebtes Insta-Motiv zu werden? Deko - vor allem viel Vintage: Lautsprecher als Raumtrenner, alte Münztelefone an der Wand, Hängematten, frei stehende Badewannen und eine gute Aussicht.

Das Problem dabei ist jedoch, dass irgendwann alles gleich aussieht. Wie City4U bereits berichtet hat, gibt es bestimmte Motive, die besonders beliebt sind - und deswegen von allen fotografiert werden. Das führt nicht nur dazu, dass Instagram nicht mehr die kreative, ehrliche Seite ist, die sie anfangs war, weil Influencer tatsächlich nur das gepostet haben, was ihnen wirklich gefällt. Heute werden sie genauso bezahlt, wie Prominente, die für etwas Werbung machen. Da kann die Gage die Ehrlichkeit schon einmal überbieten. In punkto Hotels kann es auch dazuführen, dass die oberen Zehntausend auf Insta auch einmal alle gleich aussehen. Doch bis dahin kann man sich noch an den schönen Fotos aus Instagram erfreuen.

Dezember 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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