So, 16. Dezember 2018

Mehr Kontrollen nötig?

03.12.2018 05:57

Auch heuer Gewalteskalation bei Perchtenläufen

Feuer, Rauch und Glockenklang: Wenn die zotteligen Perchten durch die Straßen ziehen, ist das Brauchtum in seiner Urform. Doch auch heuer wurden die ersten Spektakel von Gewalt überschattet. Erneut wird über strengere Alkoholkontrollen debattiert. In Ramsau (NÖ) musste eine Veranstaltung sogar abgebrochen werden.

Denn dort kam es Samstagabend zu einem folgenschweren Zwischenfall. Ein Teilnehmer (16) bekam von einem Helfer statt eines bengalischen Feuers einen Böller in die Hand gedrückt. Doch durch seine Verkleidung konnte er das nicht wahrnehmen. Das Utensil explodierte, dem Jugendlichen wurden mehrere Finger weggerissen – der Lauf sofort abgebrochen. Der „Helfer“ wurde angezeigt. Alkohol war – zumindest in diesem Fall – laut Polizei nicht im Spiel.

Faustschlag, Attacke mit Eisengitter
Gefährliche Zwischenfälle gab es am Wochenende allerdings auch in anderen Bundesländern, wie etwa in Kärnten. Weil ein Krampus während des Umzuges in der Klagenfurter Innenstadt mit seinem Horn einem Kind gefährlich nahe gekommen war, zog ihn ein Zuseher (26) an seinen Hörnern - was ihm gar nicht gefiel. Der Darsteller setzte seine Maske ab, schlug dem couragierten Mann mit der Faust ins Gesicht und nahm dann wieder am Umzug teil.

Mit einer Eisengitter-Attacke endete ebenfalls in Klagenfurt ein Streit zwischen einem Einheimischen und einem Mitglied einer steirischen Perchtengruppe in einem Lokal nach der Show. Resultat: Rissquetschwunden!

Krampuslauf mit schmerzhaftem Ende
Bei einem Krampuslauf in Seefeld (Tirol) am Freitag gerieten ein Einheimischer (15) und zwei Besucher (17 und 19) aus Deutschland in Streit. Alle drei waren stark betrunken. Es flogen die Fäuste. Endstation: Krankenhaus. Tags darauf kam es in der Nachbargemeinde Reith zu ähnlichen Szenen: Hier gerieten sich zwei sturzbetrunkene Einheimische (18 und 21) in die Haare. Bei beiden Veranstaltungen war der Ausschank von Alkohol erlaubt.

Alkoholverbot in der Steiermark
Völlig tabu ist Hochprozentiges hingegen bei den großen steirischen Umzügen, wie etwa in Schladming. In Graz werden Zuschauer und Perchten sogar durch Gitter voneinander abgeschirmt.

Kronen Zeitung

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