Fr, 14. Dezember 2018

Wege werden erhoben

02.12.2018 08:27

Salzburg als Land der vielen Pendlerströme

48.000 Bürger pendeln täglich in die Stadt Salzburg. Aber die Zeit der Einbahnstraße ist vorbei. Viele Arbeitsplätze haben sich in den vergangenen Jahrzehnten in die Land-Gemeinden verlagert. Die Folge: 15.000 pendeln täglich von der Stadt ins Umland. Auf diese Situation reagieren Land und Stadt mit der „Task Force“ (siehe Stadt und Land planen Verkehr endlich gemeinsam).

Mit der „Öffensive“ und einer speziellen Task Force will man dem täglichen Stauwahnsinn rund um die Stadt Salzburg an den Kragen gehen. Viel hat Landesrat Stefan Schnöll gemeinsam mit seinem Team in Bewegung gebracht. Seien es die wesentlich billigeren Öffi-Zonen-Tickets ab Dezember 2019, das erweiterte Bus- und Bahnangebot oder der Ausbau der Lokalbahn. Derzeit wird an einer aktuellen Pendlerstromanalyse gearbeitet, die letzte stammt aus 1986 – die „Krone“ berichtete. Rasant hat sich seit damals aber zum Beispiel der Flachgau und auch das angrenzende Oberösterreich entwickelt. 48.000 Menschen pendeln täglich in die Stadt. Aber auch in die umgekehrte Richtung sind es mittlerweile 15.000. Große Firmen von Wals über Bergheim, Eugendorf bis hin nach Straßwalchen lockten mit tausenden Arbeitsplätzen.

3500 fahren täglich aus der Stadt nach Wals
Wie schwierig die Situation ist, zeigt die 13.000 Einwohner-Gemeinde Wals- Siezenheim. Alleine aus der Stadt fahren täglich 3500 Bürger zu ihren Arbeits- oder Ausbildungsplätzen in den Nachbarort. Wie viele noch aus dem Flachgau und Tennengau hinzukommen? Um genauso solche Fragen und Zahlen geht es in der Task Force. „Wir müssen dort ausbauen, wo der Bedarf vorhanden ist“, sagt Schnöll.

Vier Hotspots in der Landeshauptstadt
In der Landeshauptstadt haben sich vier Gebiete zu Hotspots entwickelt: Aus dem Umland strömen 5500 in die Altstadt, 3850 nach Schallmoos, knapp 2300 nach Mülln und ungefähr 1800 Personen nach Salzburg-Süd. Immer größer wird auch die Zahl jener, die quasi die Stadt durchpendeln. Sprich von den Flachgau in den Tennengau oder in die andere Richtung in die Arbeit müssen. Auch Hallein kann als klassische Pendlerstadt bezeichnet werden: 6500 Menschen kommen täglich in die Schule oder Arbeit in die Salinenstadt. Darauf hat man schon reagiert: Ab 9. Dezember fahren die Busse im Halbstunden-Takt. Im gesamten Bundesland gibt es übrigens 280.000 Pendler.

Felix Roittner
Felix Roittner

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