Mo, 17. Dezember 2018

Betreuungsteam im KUK

01.12.2018 09:00

Bei Gewalt-Verdacht Opfer unbedingt ansprechen!

Wer Opfer von Gewalt wird, wagt es oftmals nicht, darüber zu sprechen. Eine verständliche, aber auch falsche Scham. Die Gewaltopfer-Betreuungsteams (GOBT) im Linzer Kepler-Universitätsklinikum haben die Aufgabe, solche Opfer zu erkennen, anzusprechen und zu behandeln. Seit dem Beginn im Jahr 2008 fanden insgesamt 1250 dokumentierte Betreuungen im Erwachsenenbereich statt.

Am KUK werden Mitarbeiter aus den Bereichen Medizin, Pflege, Sozialarbeit und Psychologie darauf geschult, Opfer von Gewalt zu erkennen und diese in ihrer Situation bestmöglich zu betreuen.

Betroffene leiden unter der Tat
Besonders wichtig ist dabei die Zusammenarbeit mit externen Experten und Anlaufstellen. Viele Betroffene leiden nicht nur unter der Tat und den Folgen, sondern quälen sich mit Schuldgefühlen und Existenzängsten. „Das GOBT ist nicht nur Ansprechpartner für Betroffene, sondern versteht sich auch als Informations- und Beratungsstelle für Mitarbeiter des Hauses“, erklärt Leiterin Monika Kern.

1250 dokumentierte Betreuungen
2008 wurde diese Maßnahme als Pilotprojekt ins Leben gerufen. Seit Beginn war die Nachfrage hoch und es fanden 1250 dokumentierte Betreuungen im Erwachsenenbereich statt. Sogar zwei große Auszeichnungen konnte man ins Kepler Klinikum holen. Zum einen gewann man 2010 den Gesundheitspreis der Stadt Linz und zum anderen erhielt man im Vorjahr den Frauenpreis der Stadt Linz.

Lokalaugenschein von Bogner-Strauß und Haberlander
Bei einem Lokalaugenschein im Med Campus III. konnten sich Juliane Bogner-Strauß, Bundesministerin für Frauen, Familien und Jugend sowie Frauen-Landesrätin Christine Haberlander persönlich ein Bild machen. „Dass solch schwierige Situationen und Umstände zur vollsten Zufriedenheit unterstützt werden können, benötigt ein bestens geschultes und vor allem gut ausgebildetes Personal, das wir am Kepler Universitätsklinikum vorfinden“, erklärte Landesrätin Haberlander.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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