Do, 21. Februar 2019
25.11.2018 16:47

„Zum Wohl der Tiere“

Schweizer lehnen Fördergeld für Kuhhörner ab

Der Schweizer Bergbauer Armin Capaul hat seinen Kampf für mehr Kühe mit Hörnern in der Schweiz verloren. Seine Initiative, Bauern mit Geld für das Halten von Hornvieh zu belohnen, ist bei einer Volksabstimmung gescheitert. 54,7 Prozent der Teilnehmer sprachen sich laut vorläufigem Endergebnis am Sonntag gegen den Vorstoß aus.

Für Capaul (67), der mit Rauschebart, Bommelhaube und gestrickten Pullovern ganz dem Klischee des Bergbauern etwa aus den „Heidi“-Filmen entspricht, gehören die Hörner zum Rindvieh wie der Euter zur Kuh. Die Tiere stellten damit ihre soziale Rangordnung klar und brauchten die Hörner zum Kommunizieren. Zudem litten die Kälbchen große Schmerzen, wenn Bauern ihnen im Alter von wenigen Wochen mit einem Brennstab die Hornanlagen herausbrennen. Weil gehörnte Kühe mehr Platz im Stall brauchen und deshalb teurer sind, wollte Capaul Subventionen durchsetzen.

Gegner sehen viele Gefahren durch Hörner
Die Gegner, darunter der Bäuerinnenverband, machten geltend, dass ein ausgewachsenes Tier mit spitzen Hörnern eine tödliche Gefahr sein könne. Es komme immer wieder zu Verletzungen, bei Mensch und Tier. Auch die Regierung war dagegen: Zu teuer, befand sie. Nach Schätzungen wären mindestens 15 Millionen Franken (gut 13 Millionen Euro) an Hörner-Hilfen nötig gewesen. In der Schweiz tragen nur noch zehn Prozent der rund 1,5 Millionen Rinder Hörner. Bei manchen Rassen sind sie ganz weggezüchtet.

Auch Selbstbestimmungsinitiative gescheitert
Auch der Vorstoß der rechten SVP für nationale Alleingänge bei internationalen Verträgen wurde am Sonntag abgeschmettert. Mehr als die Hälfte der Kantone war nach Auszählung aller Stimmen dagegen, nach Hochrechnungen sprachen sich landesweit etwa 67 Prozent der Stimmberechtigten dagegen aus.

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