Do, 21. Februar 2019
23.11.2018 07:46

Große Lärmstudie

Laute Stadt: Halb Innsbruck hält die Fenster dicht

Von 73.000 Wohnungen in Innsbruck sind 46.000 stark vom Verkehrslärm, 8300 stark von Schienenlärm und 4300 stark von Fluglärm belästigt. Das ist das Ergebnis einer 380 Seiten starken Studie mit mehr als 1000 interviewten Personen.    

  55 Prozent ärgern sich über den Krawall, 46 % halten alle Fenster geschlossen! Die Gesamtlärmstudie fasst auf 380 Seiten die wesentlichen Ergebnisse einer Erhebung zusammen, die Christoph Lechner und David Schnaiter  2017/18 mit Hilfe  von Messergebnisse und  einer repräsentativen Befragung  von 1000 Innsbruckerinnen und Innsbruckern  durchgeführt haben.

Größter Lärmverursacher ist demnach der Verkehr. 46.000 Wohnungen sind „stark“ von Emissionen aus diesem  Bereich  betroffen.  Aber auch die Eisenbahn hat trotz Lärmschutzmaßnahmen beispielsweise auf den Viaduktbögen negativen Einfluss auf mehr als 8000 Wohnungen. Relativ  gering ist der Anteil der stark vom Fluglärm  betroffenen Einheiten (4300).   Als „die schlimmste Lärmquelle“ nennen  40%  den Straßenverkehrslärm,  und 15% den Fluglärm, andere  Lärmquellen sind unter 10% Anteil.

Am stärksten lärmbelästigt fühlen sich Menschen in Wilten, in der Innenstadt und im Pradl - am wenigsten in Igls, Vill und Mühlau. Die selbst eingeschätzte Lebensqualität der Innsbrucker ist je weiter „draußen“ am Rand, desto höher. 

Wie gehen die Innsbrucker mit dem Lärm um? 55% ärgern sich, 46% halten alle Fenster geschlossen, 34% sprechen mit Nachbarn, 25% fühlen sich hilflos und 20% nutzen ihren Garten oder Balkon nicht mehr. 42% sagen, die Lärmbelastung in der Stadt habe in den letzten Jahren zugenommen.

„Wenn zwei Drittel der Wohnungen lärmbelastet sind, wenn sich mehr als die Hälfte der InnsbruckerInnen über Verkehrslärm ärgert und ein Viertel völlig machtlos fühlt und hunderte Balkone und Gärten in dieser Stadt nicht mehr genutzt werden, dann ist die Politik gefragt“, meint Verkehrs-StR Uschi Schwarzl (Grüne). Ihre Idee, Tempo 30 großflächig einzuführen, hat Schwarzl noch nicht ganz verworfen!

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