Studie beweist:

Cannabis-Konsum führt zu Entzugserscheinungen

An der Columbia University in New York untersuchten Forscher, wie viel Prozent der Menschen, die oft Cannabis konsumieren, ein Entzugssyndrom entwickeln. Dies ist dann der Fall, wenn drei der folgende Symptome innerhalb einer Woche nach dem letzten Joint aufkommen: Reizbarkeit, Nervosität, Appetitverlust, Depression, Unruhe, Schwitzen, und Schlaflosigkeit. Das Ergebnis: 12 Prozent der Menschen, die regelmäßig Marihuana rauchen, leiden unter einem Entzugssyndrom.

Für ihre Studie führten die Forscher mit 36.309 Teilnehmern Interviews, die sich für die nationale epidemiologische Umfrage angemeldet hatten. Zusätzlich verwendeten sie die Daten von 1527 Personen, die nach eigener Aussage regelmäßig Cannabis - also mindestens drei Mal pro Woche - konsumierten. 12 Prozent aller Befragten wiesen schließlich ein Entzugssyndrom auf.

Zu den häufigsten Cannabis-Entzugssyndromen zählen: Nervosität oder Angstzustände (76 Prozent), Feindseligkeit (72 Prozent), Schlafprobleme (68 Prozent) und depressiven Stimmungen (59 Prozent). Körperliche Symptome wie zittern und schwitzen kamen hingegen nur sehr selten vor. Die Forscher betonen aber auch, dass die Depressionen oder Angstzustände auch von einer psychischen Erkrankung kommen könnten.

Eine Empfehlung der Studie ist, dass sich Ärzte vermehrt mit dem Entzugssyndrom von Cannabis auseinandersetzen sollten, um Patienten bestmögliche Behandlungen bieten zu können. Dies ist vor allem in den USA wichtig, wo die Droge immer potenter wird und es immer mehr Konsumenten gibt, da es bereits in einigen Bundesstaaten zumindest für medizinische Zwecke legalisiert wurde.

Dass es auch in Österreich eine große Zahl an Marihuana-Konsumenten gibt, bestätigt auch Karl Schubert-Kociper, Leiter des Drogenkompetenzzentrums CheckIt! im City4U-Talk: „Von den Menschen, die zu uns in die Beratungsstelle kommen, machen die Cannabis-Konsumenten die größte Gruppe aus. Nach einem Erstgespräch können sie - wenn sie wolllen - weiter in der Konsumreduktionsgruppe bleiben und gemeinsam mit anderen an diesem Ziel arbeiten.“

November 2018

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Viktoria Graf
Viktoria Graf

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