Mi, 14. November 2018

Schlag gegen Drogen

08.11.2018 16:40

Nigerianer mit Kokain im Magen geschnappt

Mit dieser Aktion haben die beiden Nigerianer ihr eigenes Leben aufs Spiel gesetzt. Denn wenn die Kokainbeutel in ihrem Magen platzen, sterben sie. Doch solcher Gefahren sind sich die Drogenkuriere nicht bewusst. Beim Prozess in Klagenfurt beteuerten sie, nur kleine Rädchen im großen Rauschgiftgetriebe zu sein.

Die „Operation Stormvoogel“ ist niederländischen Ursprungs, daher auch der Name: „Es fiel auf, dass Kärnten von Drogen aus Italien und Holland überschwemmt wurde“, schildert Staatsanwalt Christian Pirker. Bei einem internationalen Polizeieinsatz konnten etliche Drogendealer geschnappt werden – unter anderem auch zwei sogenannte Bodypacker, die Kokain über Italien nach Klagenfurt transportierten. In ihrem Körper. Das in kleinen Portionen verpackte Rauschgift – meist sind es Kapseln oder Kondome – wird geschluckt und am Bestimmungsort „natürlich ausgeschieden“.

„Ich brauchte Geld“, stellt einer der beiden angeklagten Nigerianer (43 und 44 Jahre) gleich klar. „Ich hatte vorher lange als Chauffeur in Italien viel Geld verdient; als damit Schluss war, suchte ich einen Ersatzjob.“ Der sich in Form eines Drogenkuriers anbot.

Auch sein Drogen-Kollege auf der Anklagebank schildert Ähnliches: „Ich habe alles geschluckt, weil mir zehn Prozent Gewinn versprochen worden waren.“ Insgesamt wurden rund ein Kilo Koks sichergestellt.

Dafür gab es Donnerstag von Richter Christian Liebhauser Haftstrafen, die aufgrund der Geständnisse des Duos moderater ausfielen: 16 und 20 Monate Haft, sofort angenommen.

Kerstin Wassermann
Kerstin Wassermann

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