Mo, 19. November 2018

Wohin im Skiurlaub?

Lieblingsplätze im Schnee

Wohin im Skiurlaub? Eine Entscheidungshilfe gefällig? In 55 Skigebieten im gesamten Alpenraum wurden 46.000 Wintersportler direkt an der Piste um eine Bewertung gebeten. Und das sind die Gewinner dieses besonderen Skirennens ...

Daumen hoch oder runter? Dass heutzutage jeder und alles sofort öffentlichkeitswirksam bewertet werden muss, das kann man durchaus kritisch sehen. Wenn es um den Urlaub geht, dann hat die Kundenmeinung aber auf jeden Fall oberste Priorität. Der Gast ist König und sein Wunsch Gesetz. Und seien wir mal ehrlich: Manchmal droht man im Meer der unendlichen Urlaubsmöglichkeiten zu ertrinken. Da ist der Klick auf die Bewertungen durch jene, die schon da gewesen sind, nicht selten die Rettung.

Und genau die, die schon da gewesen sind, sind seit 2010 die Jury für den Best Ski Resort Award. Die Analyse wird von der Mountain Management Consulting in Zusammenarbeit mit der Universität Innsbruck/Bozen durchgeführt. Für die ihres Zeichens umfangreichste Kundenzufriedenheitsstudie des Alpenraumes stellen sich die Marktforscher direkt an die Pisten und befragen Skifahrer und Snowboarder, wie zufrieden sie mit dem Angebot am Berg sind. 55 Skigebiete in fünf Ländern wurden für den aktuellen Report abgeklappert, knapp 46.000 Gäste befragt.

Gold für den Kronplatz in Südtirol
„Best Ski Resort“ der Alpen 2018 darf sich seit wenigen Tagen der Kronplatz am Rande der Dolomiten in Südtirol nennen. Der Hausberg von Bruneck erreichte in der zehnteiligen Skala einen Wert von 8,54 Punkten. Insbesondere in der Kategorie Beförderungskomfort lässt der Gesamtsieger seine Konkurrenten hinter sich. Doch auch von Schneesicherheit, Freundlichkeit und Gastronomie sind die Gäste besonders begeistert.

In Zeiten, in denen Spezialisierung als Zauberwort im Marketing gilt, punktet der Kronplatz vor allem damit: Vielseitigkeit! Auf dem großen Gipfel-Plateau treffen sich alle und genießen den eindrucksvollen Rundumblick. Doch dann muss man sich entscheiden: sanfte Abfahrten oder schwarze Pisten. Der Kronplatz ist überaus facettenreich mit Familienschwerpunkt. 40 Hütten und das jüngste Bergmuseum von Alpinismus-Legende Reinhold Messner machen das Skigebiet auch ohne zwei Brettln zum lohnenswerten Ziel.

Platz zwei der Best Ski Resorts geht an Zermatt (8,51 Punkte), das höchstgelegene Skigebiet der Schweiz und Europas. Die höchste Piste liegt auf knapp 3900 Metern. Spektakulär der Blick aufs Matterhorn. Eine Einzigartigkeit, die sich in der Bewertung natürlich niederschlägt. Doch bei 20 Kategorien ist der Ausblick nur ein Kriterium. Studienbegleiter Professor Kurt Matzler von der Uni Innsbruck/Bozen weist in seiner Analyse darauf hin, dass die Gäste in ihrem Urteil sehr wohl unterscheiden: „Bekannte Orte – meistens auch im gehobenen Preisbereich angesiedelt – haben auch eine erhöhte Erwartungshaltung. Wird diese nicht hundertprozentig erfüllt oder sogar übertroffen, so bewertet der Gast kritischer!“

Auch Österreich auf dem Stockerl
Für den Sieg hat es zwar nicht gereicht, aber die Wintersportnation Österreich steht ebenfalls auf dem Stockerl. Den dritten Platz teilt sich das Tiroler Familienparadies Serfaus-Fiss-Ladis mit dem Südtiroler Val Gardena (Gröden). Beide Regionen erreichten 8,40 Punkte. Gastfreundschaft, Beförderungskomfort und das gastronomische Angebot am Berg haben die Gäste in Serfaus-Fiss-Ladis als wichtigste Pluspunkte angegeben. So konsequent wie in kaum einer anderen Region liegt in Serfaus-Fiss-Ladis der Angebots-Fokus auf Familien mit Kindern.

Auch in Gröden mit seiner bekannten Piste Saslong stimmte für die befragten Urlauber das Gesamtpaket. Gröden wie Kronplatz können auch mit Superlativen aufwarten. Sie sind Teil des größten Skikarussells der Alpen (12 Skigebiete) mit insgesamt rund 1200 Pistenkilometern und der als Tagestour beliebten Sella Ronda – einer 40 Kilometer langen Skirunde um den Sellastock.

Keine Frage: Sie haben wahrlich viel zu bieten, die Gewinner der Skifahrer-Herzen. Wie bei so manchem Skirennen ist das Spitzenfeld dicht gedrängt. Die Top 10 sind eine illustre und hochkarätige Runde. Aber nicht nur sie erreichen in zumindest einer der 20 Kategorien Spitzenwerte.

Party-Hochburg und Kulinarik-Sieg
Wer auch abseits der Piste Gas geben will, der kommt auf jeden Fall in Ischgl auf seine Kosten. Seit 2012 verteidigt der Wintersportort im Tiroler Paznaun seine Vormachtstellung als Party-Hochburg. In den Kategorien Freundlichkeit und Beförderungskomfort liegen die österreichischen Skigebiete besonders weit vorne. Neun der ersten 15 Plätze in der Rubrik Komfort gehen an Österreich. Und wie steht es um die Kulinarik? Auch da kann die Knödel-, Strudel- und Schnitzelnation punkten. Ganz vorne kochen Saalbach-Hinterglemm-Fieberbrunn und Schladming mit.

Und ja: Es kommt auf die Größe an! Eines der wichtigsten Argumente für eine gute Bewertung der Winterurlauber war auch diesmal die Größe der Skigebiete.

Claudia Thurner, Kronen Zeitung

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