Mechatronik-Experte

„Algorithmen können wir mit Fleiß nicht einholen“

Vision oder bald Wirklichkeit? Immer größer werden die Zweifel, wie schnell das autonome Fahren tatsächlich kommt, während die Autohersteller ihre Zukunfts-Pkw mit Nachdruck ins Rampenlicht rücken. Johann Hoffelner vom Linz Center of Mechatronics geht in Europa die Entwicklung in einigen Bereichen zu langsam.

Vom Staubsauger-Roboter bis hin zu Amazon-Erfindung Alexa - viele der technischen Möglichkeiten ziehen in die heimischen Haushalte ein. Doch in der Arbeitswelt werden die immer mehr zu Alleskönnern mutierenden Maschinen mit Argusaugen beobachtet. Johann Hoffelner weiß, dass es wichtig ist, dass ein Roboter anzeigt, dass er den Menschen wahrgenommen hat, wenn dieser seinen Bewegungsradius betritt. „Er muss dann eine andere Bahn wählen und zum Ausdruck bringen: ,Ich hab erkannt, dass du da bist‘“, so der wissenschaftliche Geschäftsführer des Linz Center of Mechatronics.

Skepsis ist groß
Hoffelner weiß um die Skepsis gegenüber dem Fortschritt: „Viele verbinden Digitalisierung damit, dass sie ihnen Jobs wegnimmt. Dabei würden Schleifarbeiten, die nun der Roboter macht, kaum noch Menschen machen.“ In puncto Mobilität ist das autonome Fahren Dauerthema. „Beim autonomen Fahren kriegen wir das, was wir heute am wenigsten haben: Zeit“, so Hoffelner, dem die Umsetzung zu lange dauert: „Wir in Europa diskutieren viel drüber, das ist unser größtes Problem, die anderen probieren es einfach.“

Vorsprung der anderen wächst
Der Vorsprung, den andere Nationen und Firmen auf ihren Gebieten haben, wird größer. „Früher holten wir das mit harter Arbeit auf, aber Algorithmen können wir mit ,fleißig sein‘ nicht einholen. Du kannst nicht einfach sagen, das machen wir jetzt auch“, so Hoffelner.

Barbara Kneidinger
Barbara Kneidinger
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