Di, 13. November 2018

7000 Euro gefordert

08.11.2018 06:10

Neffentrick: „Anwältin“ setzte Frau unter Druck

Neue Variante des berüchtigten Neffentricks in Graz! Diesmal betraf es eine 75-Jährige im Bezirk Waltendorf: Sie wurde am Dienstag von einer angeblichen Anwältin aus Wien angerufen, die ihr mitteilte, dass sie 4000 Euro Schulden bei einer Lottogesellschaft hätte. „Die Dame hat so gut gesprochen“, schilderte die Grazerin der „Krone“. „Aber ich habe mich nicht einschüchtern lassen.“

„Ich möchte, dass andere Leute geschützt werden, die nicht so frech sind wie ich“, so die clevere Pensionistin, die sich nicht hereinlegen ließ. „Dreimal bin ich von einer bestimmten Nummer angerufen worden, letztlich ist sie aber von meinem Handy verschwunden. Ich weiß nur noch, dass es eine lange Nummer gewesen ist und mit +43 begonnen hat“, erzählt die Grazerin.

Die Anrufe liefen so ab: Die 75-Jährige wurde von einer angeblichen „Frau Doktor aus einer Wiener Anwaltskanzlei“ angerufen und darüber informiert, dass sie bei einer Lottogesellschaft 4000 Euro Schulden hätte. Nachdem sie beteuerte, dass sie nicht so viel Geld besitze, forderte die Anruferin gleich 7000 Euro, falls die Anzeige vom Gericht behandelt würde.

„Chefin hat mir mir geschrien“
Auch, als die „Juristin“ behauptete, dass in einer Stunde die Polizei vor ihrer Tür stehen würde, gab die tapfere Pensionistin nicht klein bei. „Sie hat mich immer wieder als stur bezeichnet und mich ihrer Chefin weitergegeben, die dann nur mit mir geschrien hat.“

Vor ihrer Tür stand zum Glück niemand - einen Verdacht hat die Frau aber: „Ich habe im Sommer in Graz ein Los um 75 Euro gekauft, wo ich Name und Adresse angeben musste. Das ist die einzige Verbindung, die ich zur Lottogesellschaft hatte.“

Nach den getürkten Unfällen mit Verwandten, die mehreren Grazern Zehntausende Euro kosteten, macht nun also der nächste Neffentrick die Runde...

Alexander Petritsch
Alexander Petritsch

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