Mi, 16. Jänner 2019

Bub (8) verletzt

07.11.2018 08:00

Kinder entdeckten Spritze bei einer Volksschule

Es ist ein Albtraum für alle Eltern. Zwei Schüler der Volksschule Pestalozzi in der Salzburger Elisabeth-Vorstadt haben in der Schulwiese eine Spritze gefunden. Ein Bub (8) hob sie auf und stach sich offenbar dabei. Eine besorgte Mutter wandte sich an die „Krone“. Sie sagt: „Es muss endlich etwas unternommen werden.“

Es war in der Pause. Schüler der Volksschule spielten in der warmen Herbstsonne im Schulgarten, als zwei Kinder plötzlich unter den Büschen eine Spritze entdeckten. Ein Bub (8) hob die Kanüle auf und verletzte sich dabei. Passiert ist das Ganze am Montag gegen 14.45 Uhr bestätigt Polizei-Sprecherin Verena Rainer. Sie betont aber auch: „Es ist eine Spritze gefunden worden, aber ohne Nadel.“ Die Exekutive testete, ob die Spritze Suchtgiftspuren enthielt. „Negativ“, unterstreicht Rainer. Beamte rieten dem Buben dennoch, den Arzt aufzusuchen. Eine Verletzungsanzeige wurde bislang nicht erstattet, heißt es von der Polizei.

Jutta Kodat, Leiterin des städtischen Schulamtes, wurde umgehend von der Direktorin informiert. „Ein klarer Fall von Müllentsorgung über die Mauer. Wir haben generell immer wieder mit solchen Problemen zu kämpfen, sogar tagsüber.“ Regelmäßig muss der Schulwart - der direkt am Gelände wohnt - die Wiese von Unrat säubern: darunter Glasscherben, benutzte Kondome und Spritzen.

Betroffene Eltern sind dennoch bestürzt, wie beispielsweise Anna B. (Name der Redaktion bekannt): Sie bringt tagtäglich ihren Sohn selbst zur Schule, weil „ich Angst um ihn habe“. Damit sei die Mutter nicht allein: „Ich kenne viele Eltern, die aus Furcht ihre Kinder selbst zur Schule bringen und wieder abholen.“

Laut B. war der Spritzenvorfall, von dem ihr Sohn berichtete, kein Einzelfall - die ganze Gegend um die Volksschule Pestalozzi sei aufgrund der Bahnhofsnähe ein Problemviertel: Junkies würden sich herumtreiben, erzählt die Mutter, die Spritze in der Wiese ist für sie „das Schlimmste“. Und auch ein Alarmzeichen: „Die Stadt und die Polizei müssen meiner Meinung nach mehr Präsenz zeigen. Es braucht mehr Kontrollen und auch Aufklärung, beispielsweise durch Polizisten, welche die Schüler über die Gefahren unterrichten.“

Laut Schulamt sind Mitarbeiter der Stadt täglich ab sechs Uhr früh im Dienst und halten die Gegenden so gut es geht sauber. Wirklich sicher wäre es, ergänzt Kodat, nur dann, wenn Schulen oder Kindergärten auf fünf Meter eingezäunt werden würden. Ein Gefängnischarakter sei aber auch nicht sinnvoll, so die Beamtin.

Sandra Aigner
Sandra Aigner
Antonio Lovric
Antonio Lovric

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