Mo, 19. November 2018

Milliarden sind nötig

06.11.2018 05:30

Europa will All erobern - Raketenstart in Graz

Das Rennen um die Vorherrschaft im All gewinnt an Tempo: Nicht nur die Amerikaner, Chinesen, Inder und Russen, sondern auch immer mehr private Firmen mischen mit. Europa soll nicht ins Hintertreffen geraten - Milliarden sind notwendig! Seit Montag tagen Hunderte Experten in Österreichs Weltraum-Hauptstadt Graz.

„Ich dachte, ich bin cool, weil ich eine Cessna fliege. Aber er hier ist ein wirklicher Astronaut“, sagte FP-Verkehrsminister Norbert Hofer mit Blick auf den spanischen Wissenschaftsminister Pedro Duque. Der war sogar schon an Bord der internationalen Raumstation ISS - und „landete“ am Montag in Graz.

In der List-Halle findet noch bis Dienstag eine Weltraum-Konferenz im Rahmen der österreichischen EU-Ratspräsidentschaft statt. Mehr als 250 Mitglieder von Regierungen, der EU-Kommission, sowie Vertreter von Raumfahrtbehörden und -unternehmen reisten in die Steiermark, die dank einiger Forschungspioniere seit Jahrzehnten erfolgreich  auf diesem Gebiet ist.

Multimilliardäre wollen Sterne erobern
Die Konferenz findet zu einem wichtigen - und kritischen - Zeitpunkt statt. Zum einen wird derzeit um das künftige EU-Budget gefeilscht, die EU-Kommission fordert für das Weltraum-Programm 16 Milliarden Euro für sieben Jahre! Zum anderen vollzieht sich in der Raumfahrt ein fundamentaler Wandel: Immer mehr private Firmen drängen in diesen Bereich, allen voran die amerikanischen Multimilliardäre Elon Musk (Tesla), dessen Raketen bereits mehr als 50 erfolgreiche Starts hinter sich gebracht haben, und Jeff Bezos (Amazon). Doch auch chinesische Firmen wollen kräftig aufholen.

Und Europa? EU-Kommissarin Elzbieta Bienkowska verwies in Graz auf erfolgreiche Initiativen wie das Satellitennavigationssystem Galileo, das laut der Politikerin sogar präziser als GPS ist, und das Erdbeobachtungsprogramm Copernikus, das etwa zur Überwachung von Grenzen und zur Bekämpfung von Waldbränden eingesetzt wird.

„Systeme selbst kontrollieren“
In Zukunft sollen verstärkt auch Privatunternehmen und vor allem innovative Start-ups unterstützt werden. Denn eines ist klar: „Es ist für die europäische Wirtschaft wichtig, dass wir Systemen vertrauen, die wir selbst kontrollieren“, so Ex-Astronaut Duque. Steirische Forscher könnten da einen wichtigen Beitrag leisten.

Jakob Traby
Jakob Traby

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