Di, 13. November 2018

Das sind die Gründe

05.11.2018 13:00

8276 Wohnungen in Wien stehen leer

Die ÖVP kritisiert, dass angeblich 20.000 Gemeindebauwohnungen in Wien leer stünden. So gäbe es Verdachtsfälle von vermieteten Wohnungen, die gar nicht bewohnt und nur für Kinder freigehalten werden. Wiener Wohnen will diese türkisen Fantasien beenden und legt der „Krone“ jetzt Zahlen auf den Tisch.

Mit September 2018 waren 8276 Wiener Gemeindebauwohnungen nicht in Vermietung. Bei 220.000 Wohnungen entspricht das einem Satz von nur 3,8 Prozent. Warum diese Wohnungen leer stehen, ist für Wiener Wohnen leicht erklärt: „Bei jeder Wohnungsrückgabe muss Wiener Wohnen die betreffende Wohnung gemäß den zeitgemäßen technischen Anforderungen wieder instandsetzen lassen, ehe sie zurück in die Vermietung gelangen kann. Bei einem Gesamtbestand von 220.000 Wohnungen verzeichnen wir eine jährliche Fluktuation von 10.000 Mietern“, sagt Konzernsprecherin Renate Billeth.

Die von der ÖVP immer wieder geäußerte Kritik, 20.000 Wohnungen, also zehn Prozent, stünden leer, weil sie für Kinder freigehalten oder teuer untervermietet werden, ärgert den Wohnservice. Die tatsächliche Anzahl der Delogierungen wegen Nichtbenutzung oder Untervermietung beläuft sich jährlich auf rund 25 Wohnungen, wie die Zahlen ebenfalls zeigen.

„Wo sollen all die Menschen denn sein? Wo wohnen sie, wenn nicht in den Wohnungen, für die sie Miete zahlen?“, so die Gegenfrage. Das Bild der ÖVP entspräche kaum dem Klientel von Wiener Wohnen. Der Wohnservice geht jedem Verdacht von Nichtnutzung nach und zieht ausnahmslos vor Gericht, sofern sich der Verdacht erhärtet. Zuletzt stellte sich bei so einem Verdacht heraus, dass der Mieter wegen einer schweren Krebserkrankung länger in Behandlung war.

Maida Dedagic, Kronen Zeitung

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