Mi, 21. November 2018

„Krone“-Talk

04.11.2018 06:00

Manuel Rubey: „Ich suche immer nach Glück“

Schauspieler Manuel Rubey über Minigolf, die Apokalypse, Weicheier und Christine Nöstlinger.

„Krone“:Sie habe mich zum Minigolfen eingeladen.
Manuel Rubey: Ja, es fühlt sich immer so ein bisschen an wie Rimini 1982, und Minigolf ist der Sport für alle, die sich nicht mehr allzu viel vom Leben erwarten.

Wie darf ich das verstehen? Sie sind ein junger Hupfer.
Ich werde nächstes Jahr 40, und das beschäftigt mich. Wenn ich die Perspektive meiner Töchter (8 und 12) einnehme, ist das uralt.

Fehlt Ihnen was?
Nein, ich bin glücklich und dankbar aber merke, dass das Alter nix für Weicheier ist. Ich hab großen Respekt vor allen, die das ohne viel Jammern durchziehen.

Hat Sie das Thema immer schon beschäftigt?
Nein, eigentlich wollte ich ganz lange älter sein, als ich war. Aber jetzt kippt das Ganze. Darum gehen wir ja Minigolf spielen.

Ist richtiger Sport für Sie auch ein Thema?
Ich habe vor 4,5 Jahren zu rauchen aufgehört. Das war wahrscheinlich die größte Errungenschaft meines Lebens. Mittlerweile hat sich aber die Sucht verlagert: Ich gehe laufen, 30 bis 35 Kilometer pro Woche.

Hören Sie Musik dabei?
Am liebsten Hörspiele.

Ach, ich dachte Sie hören Mondscheiner und denken zurück an Ihre Zeit als Popstar.
Schauen Sie, schon wieder so etwas: Mit 40 kann man auch nicht mehr Popstar werden! Aber ich mache wieder Musik, „Familie Lässig“ heißt das Projekt.

Hatten Sie oft Existenzängste in Ihrem Leben?
Klar gab’s Zeiten, da war’s eng. Aber so bleibt man wach und dankbar für die Dinge, die passieren. Als ich mit der Schauspielerei angefangen hab, war das ein unsicherer Beruf. Aber wenn ich mich jetzt umschaue, gibt’s eigentlich nur noch unsichere Berufe. Was ich jungen Menschen raten kann, ist: Wir haben den Moment, und alles andere wissen wir nicht. Deswegen kann man auch gleich das machen, wo einen das Herz hinführt.

Umso mehr, wo Sie ja bereits das Ende nahen sehen.
(lacht) Genau, wo die Apokalypse quasi biologisch vor der Tür steht. Nein, ich liebe das Leben, auch wenn das als praktizierender Hypochonder oft schwer ist.

Was macht Sie glücklich?
Gutes Essen und guter Wein z. B. Ich suche immer nach Zufriedenheit und Glück, aber wie die große Christine Nöstlinger einmal gesagt hat: „Glück ist was für Augenblicke.“

So einer wie jetzt, bei Minigolf und gutem Espresso?
Genau. Einfach viele solcher Momente aneinanderreihen. Wenn man das hinkriegt, ist viel gewonnen.

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